Stadtplanung

Widerstand gegen Disco-Pläne

Widerstand gegen Disco-Pläne

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jrp
Apenrade/Aabenraa
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In diesem Gebäude am Storetorv wird die Diskothek Seven betrieben – bisher ohne Gutheißung der Kommune. Das soll sich ändern, wünscht eine Mehrheit im Stadtrat. Die Anwohner sind damit jedoch nicht einverstanden. Foto: Archiv

Der Wert der Immobilien werde gemindert, wenn der Flächennutzungsplan geändert werde, sodass dort eine Disco betrieben werden kann. Das meinen Anwohner am Apenrader Storetorv. Doch sie haben noch weitere Argumente.

Der Flächennutzungsplan (lokalplan) soll dahingehend geändert werden, dass es möglich wird, am Apenrader Storetorv eine Disco zu betreiben. Dort befindet sich zurzeit ein solches Etablissement, die Diskothek Seven. Die Besitzer der benachbarten Anwesen sind damit jedoch nicht einverstanden und rüsten sich zum Kampf gegen das Vorhaben, berichtet „JydskeVestkysten“.

Vorgaben der Behörde

So heben die Immobilienbesitzer unter anderem hervor, dass Diskotheken, die in den Nachtstunden geöffnet haben, laut Umweltbehörde eine Zulassung der Klasse vier haben müssen. Der neue Flächennutzungsplan, der zurzeit im Stadtrat in der Anhörung ist, sieht allerdings nur eine Zulassung der Klasse drei vor. „Laut dem Handbuch der Umweltbehörde muss bei einer Klasse-vier-Zulassung der Abstand zu bewohnten Häusern mindestens 100 Meter betragen. Bei der Klasse drei müssen es mindestens 50 Meter sein. Und das ist hier nicht der Fall“, erklärt Jens Jørgen Nielsen, der nicht weit entfernt wohnt.

Wertverlust der Immobilien

Kjeld Holm, der Besitzer eines an die Disco angrenzenden Gebäudes, hat schon eine Eingabe bei der Kommune gegen den neuen Nutzungsplan gemacht. Weitere Bürger haben sich dem Gegenstand angeschlossen. Sie sind außerdem der Meinung, dass der Wert der Immobilien sich bei einer Disco-Zulassung verringern würde.

Stadtrat Philip Tietje (Venstre) meint dazu gegenüber der Tageszeitung: „Ich gehe davon aus, dass die Verwaltung ein Auge darauf hat, dass die Diskothek eine Klasse-vier-Zulassung haben muss. Wir werden das aber natürlich näher untersuchen.“

Der neue Flächennutzungsplan stand schon bei der jüngsten Stadtratssitzung zur Abstimmung und bekam Unterstützung von Venstre, der Dänischen Volkspartei und der Schleswigschen Partei. Dagegen stimmten die Konservativen, die Sozialdemokraten, die Einheitsliste und die Sozialistische Volkspartei.

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