Naturschutz

Hostrupholzer Adler in Windrad getötet

Hostrupholzer Adler in Windrad getötet

Hostrupholzer Adler in Windrad getötet

Apenrade/Aabenraa
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In Marienlyst auf Falster war der Adler Viola an einem 75 Meter hohen Windrad verunglückt. Foto: DOF/Lind

Ein 2018 in einem Nest südlich von Apenrade geschlüpfter weiblicher Seeadler starb auf der Insel Falster.

1996 ist das Seeadlernest in der Nähe des Hostrupssees südlich von Apenrade landesweit bekannt geworden. Dort brütete erstmals seit fast 100 Jahren wieder ein Paar der riesigen Greifvögel auf dänischem Staatsgebiet.

2018 wurden ebenso wie in den vorangegangenen Jahren Adlerjunge erfolgreich aufgezogen. Dazu zählte auch das weibliche Jungtier, das Vogelschützer Viola tauften. Es erhielt im vergangenen Jahr einen GPS-Minisender im Rahmen eines Projektes der Universität Kopenhagen am Körper angebracht, um im Rahmen eines Forschungsprojektes Auskunft über seinen weiteren Verbleib zu liefern.

In 75 Meter Höhe verünglückt

Der dänische Vogelschutzverein DOF berichtet nun in der neuesten Ausgabe seiner Zeitschrift „Fugle og Natur“, dass der Adler Viola im Juni auf der Insel Falster an den Flügeln einer Windkraftanlage in 75 Meter Höhe verunglückt ist. Der 80 Gramm leichte Sender, den das über vier Kilogramm schwere Tier am Körper trug, hatte nach dem Tod des Vogels weiter gesendet. Es wurde registriert, dass der Sender, der alle 15 Minuten ein Signal von sich gibt, nicht mehr den Standort wechselte. Bei der Suche nach dem Sender wurde der tote Vogel gefunden.

Aufzeichnungen der Vogelkundler hatten gezeigt, dass der junge Adler, nachdem er flügge war, sich zunächst im Apenrader Raum aufgehalten hat, dann an die Wattenmeerküste bei Hoyer geflogen ist und nach Flügen entlang der Westküste bis Dithmarschen und nördlich des Ringkøbing Fjord über Ostjütland und Fünen bis Falster gelangte, wo er in die Flügel des Windrades geriet.

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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