Abfallsbeseitigung

Eternit: Keine Mengenbegrenzung bei Arwos

Eternit: Keine Mengenbegrenzung bei Arwos

Eternit: Keine Mengenbegrenzung bei Arwos

Apenrade/Aabenraa
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Sehen die Eternit-Platten so aus, sollte bei den Entsorgungsarbeiten eine Atemschutzmaske getragen werden. Foto: Adobe Stock

Es gibt kommunale Unterschiede, wie viele Eternit-Platten die Bürger auf den Recyclinghöfen abgeben dürfen. In der Kommune Apenrade gibt es keine solche Begrenzung, doch es müssen bestimmte Auflagen erfüllt werden.

Eternit ist ein gefährliches Material. Viele alte Dächer sind – auch heute noch – mit den klassisch gewellten Eternit-Platten gedeckt. Es war ein günstiger, haltbarer Baustoff. Seit 1970 ist bekannt, dass Asbest Krebs verursacht.

Asbest ist als Fasern in die Platten eingearbeitet worden. Solange die Platten intakt sind, ist das noch kein Problem. Anders sieht es allerdings aus, wenn die Eternit-Platten brüchig werden, ausgelöst beispielsweise durch Verwitterung durch Umwelteinflüsse.

Dann nämlich können die Asbestfasern sich lösen und von Menschen eingeatmet werden. Das Risiko an Lungenkrebs oder einem Tumor im Bauch- oder Rippenraum zu erkranken ist dann sehr hoch.

Keine Mengenbegrenzung

Es gibt noch viele Eternit-Altlasten, die auch bei Privatpersonen zu finden sind. Doch wohin damit?

In der Apenrader Kommune ist Arwos für die Entsorgung der Eternit-Platten zuständig. Wie TV Syd berichtete, gibt es jedoch kommunale Unterschiede, welche Mengen davon abgegeben werden dürfen. In der Kommune Sonderburg ist sie beispielsweise auf zehn Platten begrenzt. Bei Arwos sei das jedoch nicht der Fall, erklärt Arwos-Kommunikationsmitarbeiter Kristian Aaskov. „Die Bürger können ihre Eternitabfälle kostenfrei bei uns entsorgen. Allerdings gibt es bestimmte Auflagen, die erfüllt sein müssen, die der Sicherheit der Bürger und der Mitarbeiter dienen“, wie er sagte.

Entsorgung unter Auflagen

„Das wichtigste ist, dass die Eternit-Platten in Plastikfolie verpackt sind“, berichtet Arwos-Abfallchefin Stinne Stokkebo. Praktisch kann das so aussehen: „Die Bürger können bei uns eine Palette leihen, die auf einem Anhänger stehen kann. Darauf kommen dann die Eternit-Platten. Anschließend werden die Platten mit einer möglichst starken Kunststofffolie abgedeckt und mit Klebeband dicht und gut befestigt. Auf dem Recyclinghof laden unsere Mitarbeiter die Palette dann mit einem Gabelstapler ab und lagern sie in einem speziell dafür vorgesehenen Container“, erklärt Stokkebo.

So wird sichergestellt, dass keine Asbestfasern in die Umwelt gelangen.

Nur für Privathaushalte

Der Container wird in regelmäßigen Abständen zur Deponie gebracht, wo die Enternitabfälle fachgerecht entsorgt werden.

Für Unternehmen gilt das allerdings nicht. Sie müssen für die Entsorgung bezahlen. „Die Bürger in der Kommune zahlen eine Recycling-Steuer, durch die auch die Beseitigung von Eternit gedeckt ist“, so die Abfallchefin.

Wenn jedoch ein ganzes Eternit-Dach abgedeckt wird, dann hat Stinne Stokkebo folgenden Tipp: „Man kann einen Container bei einem Unternehmen bestellen und dann abtransportieren lassen. Das kostet zwar, spart jedoch viel Arbeit.“

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