Kirchentradition

„Drop-in-Taufe“: Erfolg aus Großstädten nun in Apenrade

„Drop-in-Taufe“: Erfolg aus Großstädten nun in Apenrade

„Drop-in-Taufe“: Erfolg aus Großstädten nun in Apenrade

Apenrade/Aabenraa
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Die Taufe ist die Eingliederung in die christliche Glaubensgemeinschaft. (Beispielbild) Foto: Anders Rye Skjoldjensen/Politiken/Ritzau Scanpix

Kurzentschlossene können sich am Sonnabend in der Sankt Nicolai Kirche zu Apenrade taufen lassen. Die Idee dazu kommt aus anderen dänischen Gemeinden.

Der Vorschlag, eine „Drop-in-Taufe“ abzuhalten, kam von Pröpstin Kirsten Sønderby. „Sie hatte die Idee eingebracht, weil mit einer solchen Veranstaltung in den großen Städten wie Kopenhagen oder Aarhus gute Erfolge erzielt wurden“, erklärt Pastorin Anke Krauskopf, die für die deutsche Gemeinde in Apenrade zuständig ist. Es gibt nämlich in Dänemark die Tendenz, dass immer weniger Taufen abgehalten werden.

Die besondere Taufe wird am Sonnabend, 9. November, von 10 bis 12 Uhr in der Sankt Nicolai Kirche sein, um dort Menschen zu taufen, die „aus unterschiedlichen Gründen noch nicht getauft sind“, wie Krauskopf sagt. Es sei die Veränderung in der Tradition, geht aus Untersuchungen hervor.

Anke Krauskopf nennt als mögliche Gründe beispielsweise die Entscheidung von Eltern, ihr Kind – wenn es alt genug ist – selbst entscheiden zu lassen, ob es sich taufen lassen möchte.
„Es sind dann zum Teil die bürokratischen Hürden, die davon abhalten: Der Aufwand, der mit einer Taufe einhergeht: Wen soll ich zur Feier einladen, wie groß soll es werden, und was lasse ich es mich kosten“, erklärt sie die Zurückhaltung einiger Menschen.
Es gebe aber auch Menschen, die sich kurzfristig dazu entschlössen, sich der Kirche anzuschließen. „Das kann wegen eines einschneidenden Erlebnisses sein“, berichtet die Pastorin. Für sie findet die „Drop-in-Taufe“ statt.

Ohne große bürokratische Hürden wird die kurze Zeremonie abgehalten. Zum Abschluss gibt es ein Taufattest, das vor Ort von einer Büroangestellten ausgestellt wird.
„Was am Sonnabend auf uns zukommt? Wir sind sehr gespannt. Ich denke allerdings, dass es mehr dänische Taufen geben wird“, meint Krauskopf.

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