Geburtstag

Carsten Lund vollendet am Mittwoch sein 90. Lebensjahr

Carsten Lund vollendet am Mittwoch sein 90. Lebensjahr

Carsten Lund vollendet am Mittwoch sein 90. Lebensjahr

Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
In seinem Lieblingssessel verfolgt Carsten Lund das Geschehen in Nordschleswig und der Welt und nutzt dafür den Nordschleswiger und den Fernseher. Foto: Karin Riggelsen

Der Wahl-Apenrader war viele Jahre als Mitarbeiter der Zentralbücherei tätig, bis er dem Ruf der Gewerkschaft gefolgt ist. Er hat eine Krebserkrankung, einen Herzinfarkt und eine Bypass-Operation überstanden. Heute hält er sich mit Spaziergängen, Kartenspielen und „Schnacks“ mit den Nachbarn fit.

Am Mittwoch, 23. September, kann Carsten Lund seinen 90. Geburtstag feiern. Der rüstige Rentner versorgt sich in den eigenen vier Wänden, am Blegen 8, 1. Stock, in die er vor einigen Jahren, nach dem Tod seiner Frau Irma, geborene Torp, zog.

Seine Zeit verbringt er mit Spaziergängen in die Stadt, die allerdings nicht mehr so lang sind, wie noch vor einigen Jahren. Der Körper mache nicht mehr ganz so mit, sagt der gebürtige Tonderaner. Und auch die Touren mit dem Auto seien kürzer geworden. Für Besuche in Hamburg, wo sein Sohn Carsten Lund zum Teil wohnt, reicht es nicht mehr. „Mal eben rüber über die Grenze, zum Einkaufen nach Süderlügum oder Flensburg alle vier bis fünf Wochen“, erzählt er. So bleiben noch die „Schnacks“ mit den Nachbarn, zu denen er ein gutes Verhältnis pflegt sowie das regelmäßige Kartenspiel in geselliger Runde. Außerdem besucht der interessierte Jubilar Veranstaltungen zu verschiedenen Themen in der Bücherei.

Das aktuelle Tagesgeschehen verfolgt der frühere Hausmeister in der Deutschen Zentralbücherei Nordschleswig über den Fernseher und „seinen Nordschleswiger“ – den er noch in gedruckter Form auf Papier erhalte, wie er sagt. Dass er sich bald auf die Online-Version umstellen müsse, bereite ihm schon etwas Sorgen, „doch ich werde mich schon daran gewöhnen“, ist er sich sicher.

Den Geburtstag wird er nicht groß feiern, sagt er. „Auf jeden Fall nicht jetzt. Mit der Corona-Situation ist das nicht zu verantworten. Ich hoffe jedoch, dass ich im Frühjahr ein großes Fest mit der Familie feiern kann“, sagt er etwas enttäuscht, denn die Einladungen zum Fest hatte er schon drucken lassen. Im Restaurant „Knapp“ sollte gefeiert werden.

Besuch wird er an seinem Ehrentag trotzdem haben. Sohn Carsten und Tochter Heinke – sie reist mit der Nichte aus Italien an – werden dabei sein. „Und sicher auch der eine oder andere Gast, der an der Tür klingelt“, ist sich Carsten Lund sicher.

Zur Familie gehören inzwischen neben den beiden Kindern mit ihren Ehepartnern vier Enkel und zwei Urenkel. Teile der Familie leben unter anderem in Italien und Australien.

Carsten Lund blickt auf berufliche und privat abwechslungsreiche Jahre zurück. 1967 trat er in den Dienst der deutschen Minderheit. 1982 übernahm der bei der Gewerkschaft „Dansk Kommunalarbejderforbund“, die die Belange er öffentlich Angestellten vertritt, den Posten des Vorsitzenden im Bezirk Apenrade. Er konnte nicht Nein sagen, sagt Lund heute. In der Gewerkschaft war er seit 1970 aktiv. Dort wirkte er, bis er im Jahr 1991 in den Vorruhestand ging. Zu dem Zeitpunkt hatte er schon eine Krebserkrankung, einen Herzinfarkt und eine Operation überstanden, bei der ihm drei Bypässe gesetzt wurden.

Fischen war eine große Leidenschaft von Carsten Lund. Sein Boot, mit dem er regelmäßig auf die Apenrader Förde fuhr, hat er jedoch vor einigen Jahren verkauft. Den Kontakt zur Heimatstadt Tondern hielt er lange aufrecht. Das Schießen lag ihm sehr am Herzen – er war viele Jahre Mitglied bei den Tonderner Schützen – und wurde einer der Gründerväter des Apenrader Schützenvereins.

Große Wünsche habe er zu seinem Geburtstag nicht, erklärt Carsten Lund.

Mehr lesen