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Biogas-Anlage: Erweiterung geplant

Biogas-Anlage: Erweiterung geplant

Biogas-Anlage: Erweiterung geplant

Kassö/Kassø
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Der rote Ring weist den Standort der Biogasanlage aus. (Bildschirmfoto) Foto: Aabenraa Kommune

Der Besitzer einer bestehenden Anlage am Tågholmvej bei Kassö möchte das Produktionsvolumen erhöhen. Über 100 Tonnen Abfälle, unter anderem aus Großküchen, sollen dort zu Gasgewinnung genutzt werden.

Am Tågholmvej bei Kassö soll eine bestehende Biogasanlage erweitert werden. Die Firma Tågholm A/S hat den Antrag bei der Kommune Apenrade gestellt. Dort sollen, wenn die Anlage fertig ist, über 100 Tonnen biologische Abfälle am Tag, beispielsweise in Form von Gülle von Bauernhöfen, Material aus Großküchen oder Resten aus der Getreideproduktion, zu Gas umgewandelt werden. Das Gas wird dann unter anderem zum Heizen genutzt.

Teil auf dem Weg zur nachhaltigen Kommune

Der zuständige Wachstumsausschuss hat sich bei seiner jüngsten Sitzung mit dem Bauantrag beschäftigt. Der Vorsitzende des Gremiums, Philip Tietje (Venstre), schaut positiv auf das Vorhaben, denn „es ist als Teil der nachhaltigen Energieproduktion in der Kommune Apenrade zu sehen und muss in einem Atemzug mit der Energieproduktion aus Solaranlagen und Windkrafträdern genannt werden“, erklärt er seine Begeisterung.

Umweltbericht ist angefertigt

Die Anlage steht auf einem Grundstück, das sich in dünn besiedeltem Gebiet befindet. Ein angefertigtes Umweltgutachten (miljøkonsekvensrapport) bescheinigt die Durchführbarkeit. Weil als direkte Anwohner nur die Betreiber der Anlage von Geräuschen oder dem Anblick gestört werden könnten, sehen die Gutachter der Kommune beim Bau ebenfalls keine Gründe, den Anlagenbau zu verhindern.

Trotzdem soll das Grundstück von einer Anpflanzung umgeben werden. Um die Natur im Falle eines Austretens von Gülle zu schützen, müssen kleine Wälle um die Anlage errichtet werden.

Das Projekt geht nun in eine achtwöchige Anhörungsphase, bei der Bürger ihre Eingaben vorbringen können.

Produktionsprozess

Gülle von Bauernhöfen wird per Lastwagen zur Anlage transportiert. Die Gülle wird in einen sogenannten Vortank gepumpt und dort gelagert. Weitere flüssige biologische Rohstoffe werden in einem anderen Tank gelagert. Mais und Gras werden in einer Halle untergebracht. Streu wird ebenfalls separat auf einer dafür vorgesehenen Fläche gelagert.

Die unterschiedlichen organischen Stoffe werden schließlich zur Produktion von Gas in einem großen Tank zusammengeführt. Dort wird die Masse ständig gerührt und erwärmt. Bakterien sorgen dabei für die Produktion von Gas, das dann gereinigt und in das Gasnetz eingespeist wird. Die anderen Gase wie Kohlendioxid und Schwefelwasserstoff werden im Produktionsprozess von Anlagen herausgefiltert.

Dabei entstehen feste Reste, die den Landwirten als Dünger geliefert werden.

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