Kommunalpolitik

Vom Standpunkt aus Brücken zu anderen Parteien bauen

Vom Standpunkt aus Brücken zu anderen Parteien bauen

Vom Standpunkt aus Brücken zu anderen Parteien bauen

Paul Sehstedt
Apenrade/Aabenraa
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Rasmus Elkjær Hansen Foto: Det Konservative

Das Apenrader Stadtratsmitglied Rasmus Elkjær Larsen ist ein neuer Folketingskandidat der Konservativen Volkspartei. Er stellt sich damit als zweiter Kandidat aus dem Wahlgroßkreis Südjütland zur Wahl.

Der 49-jährige Rasmus Elkjær Larsen, Pastor und Mitglied des Apenrader Stadtrates, stellt sich bei der nächsten Folketingswahl den Wählern als Kandidat der Konservativen Volkspartei (Det Konservative Folkeparti) im Großkreis Südjütland. Damit wird er neben Niels Flemming Hansen, dem Spitzenkandidat und derzeitigem Folketingsmitglied, der zweite Anwärter aus der Partei aus Südjütland auf einen Parlamentssitz sein. Die Konservativen sehen sich nun gut gerüstet, um mit dem neuen Kandidaten um die Wählergunst zu buhlen.

Lokales Wissen nach Kopenhagen bringen

„Wir erleben in diesen Jahren, dass die Bürger sich intensiver mit unserer Politik und Standpunkten auseinandersetzen und die Konservativen nicht länger als eine Partei der Elite verstehen“, erklärt der frisch gebackene Kandidat aus Hostrupholz (Hostrupskov) in einem Gespräch mit dem „Nordschleswiger“. „Unsere Politik des Gleichgewichtes soll jeden ansprechen und von unserem Standpunkt aus wollen wir Brücken zu den anderen Parteien bauen. Mit Nordschleswig als Ausgangspunkt können wir aus den langjährigen Erfahrungen des Exportgewerbes und der Bedeutung einer soliden Infrastruktur Wissen in die Parlamentsarbeit einbringen, die Politiker aus anderen Regionen nicht besitzen.“

Elkjær Larsen wurde 2017 in den Stadtrat gewählt. Das war sein erstes Amt als Volksvertreter, das er neben seiner Folketingskandidatur weiterhin bekleiden will, und daher ist sein Name bei der kommenden Kommunalwahl wieder auf dem Stimmzettel zu finden.

Deutschland als Partner

„Die deutsche Sprache ist für uns wichtig und darum halten wir auch daran fest, dass sie unterrichtet wird“, sagt Elkjær Larsen. „Deutschland ist immerhin Dänemarks bedeutendster Handelspartner und nach dem Austritt von Großbritannien aus der EU wird Deutsch eine stärkere Rolle spielen.“

In seinen Adern fliest kein nordschleswigsches Blut, denn er wurde auf Halsnæs bei Frederiksværk geboren. 1990 kam er nach Nordschleswig und ist mit Stella Elkjær Larsen aus Warnitz (Varnæs) verheiratet. Das Paar hat zwei erwachsene Töchter.

„Wir sollen nicht ausschließlich dafür arbeiten, dass Nordschleswig politisch beachtet wird. Eine Koexistenz zwischen Christiansborg und Apenrade wollen wir anstreben und keinen Gegensatz“, unterstreicht Elkjær Larsen. „Ich will unsere regionale Kultur, die Traditionen und Erfahrungen, in meine Parlamentsarbeit mit einbringen. Eine starke und ertragreiche Zusammenarbeit.“

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