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Eine Schutzpatronin für zwei Kanonengilden

Eine Schutzpatronin für zwei Kanonengilden

Eine Schutzpatronin für zwei Kanonengilden

Apenrade/Aabenraa
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Einmal im Jahr, am Barbaratag (4. Dezember), ernennt die Apenrader Kanonengilde eine lokale „Schutzpatronin“. Obwohl es jetzt offiziell zwei Kanonengilden in Apenrade gibt, wird nur eine gemeinsame „Barbara“ ernannt. Foto: privat

Mit einem dreifachen Kanonensalut wird die Nachfolgerin von Vibeke Lildholdt am Freitag in ihr „Amt“ eingeführt.

Eine kleine Vorwarnung an alle Apenrade, die derzeit seit geraumer Zeit immer wieder von Silvesterböllern aufgeschreckt werden. Am Freitagnachmittag wird es so richtig scheppern!

Die beiden Apenrader Kanonengilden, die Kanonengilde Aurora und die Kanonenengilde „Kronprinsens Kanonbatteri“, werden nämlich am 4. Dezember, dem sogenannten Barbaratag, drei Salutschüsse aus der Kanonenbatterie am Flensborgvej (dem Rathaus gegenüber) abfeuern.

Mit der dreifachen Kanonensalve aus den 19-Pfund-Kanonen wollen die Gilden ihre neue „Schutzpatronin“ feiern, die im Rahmen einer kleinen Freiluft-Zeremonie zu Corona-Bedingungen von ihrer Amtsvorgängerin Vibeke Lildholdt einen kleinen roten Turm überreicht bekommt.

Zwei Gilden – eine Barbara

Die Kanonengilde „Aurora“ ernennt schon seit vielen Jahren jeweils am Barbaratag, dem 4. Dezember, eine Frau zu ihrer lokalen Schutzpatronin. Es sind dies stets Frauen, die sich in irgendeiner Form für die Kanonengilde eingesetzt haben. Obwohl es jetzt offiziell zwei Kanonengilden gibt, haben sie sich auf die Wahl einer gemeinsamen „Barbara“ verständigt.

Die kleine Feierlichkeit beginnt um 14 Uhr. Wenig später wird die dreifache Kanonensalve sicherlich im gesamten Stadtgebiet zu hören sein.

Die Legende von der Heiligen Barbara

Barbara von Nikomedien ist eine christliche Märtyrerin aus dem 3. Jahrhundert. Weil sie ihren christlichen Glauben nicht aufgeben wollte, sperrte ihr eigener Vater sie in einen Turm. Auf Heiligenbildern ist die Heilige Barbara deshalb häufig mit einem solchen abgebildet.

Der Legende nach gelang ihr zunächst die Flucht aus ihrem Gefängnis. Sie konnte sich den Häschern des eigenen Vaters entziehen, weil sich ein Fels vor ihr öffnete. Sie soll allerdings später von einem Hirten verraten worden sein und schließlich vom Vater selbst enthauptet. Er wurde dabei vom Blitz getroffen. Aus diesem Grund wird die Heilige Barbara unter anderem als Schutzpatronin der Kanoniere geehrt.

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