Leserbrief

„Über Fleischesser“

„Über Fleischesser“

„Über Fleischesser“

Ingrid Brase
Apenrade/Aabenraa
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In ihrem Leserbrief nimmt sich Ingrid Brase des Themas Ernährung an. Angesichts von Tierleid und Klimawandel übt sie Kritik am Verzehr von Fleisch.

Fleisch ist Gewöhnungssache und nicht nur das. Fleischesser werden anerzogen. „Iss Fleisch, dann wirst du groß und stark“, erzählt man den Kindern. Fleischverzehr sei hauptsächlich Männersache, behaupten die mit breitem Grinsen.

Mein Enkel arbeitete saisonbedingt in einem Restaurant auf Bornholm, wo Braten nach Gewicht serviert wurde, mindestens 250 Gramm, 500 Gramm, 750 Gramm oder ein Kilogramm. Beilagen galten als unwichtig.

Wer auf den Autobahnen den Viehtransport sieht, also zusammengepferchte, dürstende Tiere auf weiten Wegen, stellt die Frage, was wir Menschen den bedauernswerten, leidenden Rindern oder Schweinen bieten.

Die Schlachter sind meistens angeworbene Rumänen mit kümmerlichem Lohn, engster Unterkunft und hoher Verletzungsgefahr bei unfallträchtigen Handschuhen und Ähnliches. Man braucht ja nicht – wie ich seit 25 Jahren – Vegetarier zu sein, um die Auswirkungen des Fleischverzehrs, vor allem der Rinder, auf unser Klima zu bedenken.

Dass die kleinen, niedlichen Osterlämmer, vor allem männlichen Geschlechts, schon nach wenigen Lebenswochen sterben müssen, lässt auch nachdenklich werden.

Fleisch, vor allem Rindfleisch, beschleunigt den Klimawandel in oberster Rubrik, neben Flugzeugen, Ozeanriesen und fossilen Brennstoffen. Das ist erwiesen. Guten Appetit!

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