Leserbrief

„Kursänderung in mehr ...korrekter Richtung?“

Kursänderung in mehr ...korrekter Richtung?

Kursänderung in mehr ...korrekter Richtung?

Martin Christiansen
Bülderup-Bau/Bylderup-Bov
Zuletzt aktualisiert um:

Martin Christiansen kommt in seinem Leserbrief mit Betrachtungen zum Thema Biodiversität und unterstreicht, wie wichtig es sei, dass unser Wissen darüber auf einer so korrekten Grundlage wie möglich beruhen sollte.

Biodiversitet...was und wie war die früher? Was brachte sie/unterstützte sie in ihrer Vielfalt. Kurz und gut --wie kam es dazu, im besonderem zur Vielfalt? Die Neigung, NATURGEGEBEN von KULTURGEGEBEN ( von Menschen gemacht) jede für sich ,,fast schon" unabhängig vom Anderem zu betrachten, hat in vergangenen Jahren verstärkt die Oberhoheit gewonnen. Zumindest könnte dies für die breite Öffentlichkeit den Anschein haben! Mit dem ANSTURM der ÖKOBEWEGUNG/BIOBEWEGUNG hat diese Auffassung noch mehr DRANG erzeugt. Mein Grundsatz: Mensch gehört genauso zur Natur. Alles was MENSCH tut/anstellt/verrichtet hat mindestens irgend eine Faser/Verbindung, die der Natur entnommen/abgeguckt/abgeluchst ist. Manchmal müssen sich die Gedanken dabei auf ,,ganze Generationenwanderungen zurück" bewegen.

In einer Kronik mit dicker Überschrift : Vores husdyr har gjort dansk natur til det, den er -- ikke fortidens vilde dyr --berichtet Prof. BENT ODGÅRD ... biolog og palæoøkolog ... Aahus Universitæt von tiefergehenden Untersuchungen der damaligen Verhältnisse der Wälder Moore, im besonderem auch die mögliche Dominanz freier Grasflächen. Gegen die bisherige, überwiegende Annahme, diese seien im besonderem von den grossen Wildtieren, unter anderem von Elefanten/Wildpferden/Urochsen ,, gewissermassen " gebildet/gepflegt worden, kommt der Prof. zu anderen Ergebnissen. Mageninhalte verraten: Gras machte einen relativ kleinen Teil, Blätter und Zweige dafür den Hauptteil der Futter Grundlage .Mit vielen zusätzlichen Untersuchungsresultaten wird die Annahme noch ,,gründlicher unterwurzelt". Besonders auch bei besseren Böden war recht dichter Wald mit relativ ,,dünner" BIO VIELFALT der damalige, normale Zustand der meisten Flächen Dänemarks. Daran änderte dann Mensch mit seinem ,,Eingreifen" in positiver Richtung!

Als sich dann die, später grundlegend sesshaft werdende Landwirtschaf-- von Süden kommend -- den dän. Waldgebieten über Generationen bemächtigten, sorgte erst dies für die Zustände, die heute im Überschwang als WIEDER ERREICHBAR von etlichen Träumern, besonders auch politisch beschworen wird. Der Prof. rät zu mehr Realismus in den Zukunft Planungen.

Ein äusserst positiver Beitrag, um das politisieren/zu sehr auf ideologischem Wunschdenken Wurzelnde endlich auf ,,ein Abstellgleis zu verdrängen!" Korrektes Wissen, wie übrigens bei allen Problemzonen, muss als stabile Plattform Grundbedingung sein. In einer Zeit, wo jeder die Möglichkeit hat, so viel Wissen ... IN SICH AUFZUSAUGEN (VEREINEN)wie es, geschichtlich gesehen noch nie gab, scheint LEICHTE SPRACHE sich immer wieder VERWENDBAR WOHL zu fühlen. Nicht Schicksal sonder Mensch ist der Träger (ÜBERTRÄGER).Dies gilt im Gutem wie im Schlechtem. Mit- inbegriffen ...die vielen GRAUZONEN. Das aktuelle Ringen auf anderem Gebiet unterstreicht mit aller Deutlichkeit menschliches Tun und Lassen. Ein, nicht als standfest erreichbarer Rat: So richtig machen -- gewünscht --wie FAKTA Wissen dies zulässt.

M. B. Christiansen
Hyndingholmvej 16
6372 Bylderup Bov

Mehr lesen

Leserbrief

Nils Sjøberg
„Rent drikkevand er ingen selvfølge“

Leserbrief

Jens Peter Lauge Giversen
„Demokrati?“

Leserbrief

Martin Christiansen
„Vergleiche unterschiedlicher Gewichtungen“

Leserbrief

Berith Nissen
„Grøn skattereform: Pas på konkurrenceevnen“

Leserbrief

Martin Christiansen
„Nachruf auf den Tod von Gerhard Rossen“

Leserbrief

Erika Knudsen
„Zum Tode von Saïd Kirollos“