Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Montag

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DN
Apenrade/Aabenraa
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Schmilzt das Eis, steigt der Meeresspiegel und damit die Gefahr von Überschwemmungen von Siedlungsgebieten. Foto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Lkw: Sprunghafte Erhöhung der Bußgelder

Die Bußgelder für Mängel an Lkw werden teilweise um das Zehnfache erhöht, berichtet der Nachrichtensender DR Sjælland. Der Besitzer des Fahrzeuges bekommt ab 2020 beim erstmaligen Verstoß gegen die Fahrzeugsicherheit ein Bußgeld in Höhe von 10.000 Kronen. Der Fahrer erhält auch ein Bußgeld – in Höhe von 5.000 Kronen. Sollte dieser bei einer späteren Gelegenheit abermals ein Fahrzeug mit Fehlern fahren und dabei erwischt werden, wird das Bußgeld auf 10.000 Kronen verdoppelt. Ausschlaggebend für das verschärfte Gesetz waren zum Teil grobe Sicherheitsmängel bei Bussen und Lkw, die bei Kontrollen festgestellt wurden. Bei den Kontrollen müsse die Polizei jedoch auch zwischen Schlamperei und Fehlern, die nicht offensichtlich sind, differenzieren, mahnt der Abteilungsleiter der Branchenorganisation für den internationalen Güterverehr ITD, Jørn-Henrik Carstens. Fuhrunternehmer Michael Jepsen von Jepsen & Fredsholm aus Woyens/Vojens zeigte sich dem „Nordschleswiger“ gegenüber gelassen. Das Arbeitsmaterial müsse ganz einfach in Ordnung sein, so Jepsen. Die Kontrolleinheit der Polizei für Schwerlast (Tungvognscenter Øst) hat 2019 bislang bei Kontrollen von in- und ausländischen Lkw in 65 Prozent der kontrollierten Fahrzeuge Fehler gefunden.

„SAS” beendet „Norwegians” Monopol

Die skandinavische Fluggesellschaft „SAS” hat mit den norwegischen Streitkräften eine neue Transport-Vereinbarung im Umfang von etwa einer Milliarde norwegischer Kronen unterzeichnet. Das berichtet „Danmarks Radio”. „SAS” trete dadurch in Wettbewerb mit der Fluggesellschaft „Norwegian”, die seit zwölf Jahren das norwegische Militärpersonal transportiere, heißt es. Die über vier Jahre gültige Vereinbarung umfasse jährlich mehr als 350.000 Flüge.

 

Bußgelder für Brückenbauer

Die Arbeitsschutzbehörde hat an Unternehmen, die die Storstrøm-Brücke zwischen Falster und Seeland bauen, seit Beginn der Bauarbeiten Ende September vergangenen Jahres 68 Bußgelder verteilt. Dies berichtet das Gewerkschaftsblatt „3F“, das Akteneinsicht erhielt. Drei Fälle waren so gravierend, dass die Behörde die Unternehmen bei der Polizei anzeigte – wegen Verstoßes gegen das Arbeitsschutzgesetz. Dem Blatt zufolge waren die Arbeiter in Gefahr, von Armierungseisen aufgespießt oder von Baumaschinen angefahren zu werden oder von einem Eisennetz in die Tiefe zu stürzen. Die Storstrøm-Brücke wird Dänemarks drittlängste Brücke, auf der sowohl Autos als auch Züge verkehren.

 

Frühere V-Ministerin wird Denkfabrik-Direktorin

Die frühere Ministerin Lykke Friis (Venstre) kann schon einige Topposten auf ihren Lebenslauf schreiben. Darunter Klima- und Energieministerin, Prorektorin der Kopenhagener Uni und europapolitische Chefin beim Arbeitgeberverband Dansk Industri. Ab dem 1. Dezember wird sie nun den Posten als Direktorin der Denkfabrik Europa, die sich insbesondere mit europapolitischen Themen beschäftigt, übernehmen. „Ich freue mich darauf, dass die Denkfabrik in Zukunft in der dänischen Europadebatte verstärkt mitmischen wird“, so Friis in einer Pressemitteilung. Den Posten übernimmt sie von Bjarke Møller, der seit dem Anfang der Denkfabrik 2014 Direktor war. Im Juni hatte er seinen Job gekündigt.

 

Experte: Klimaveränderungen können den Immobilienwert beeinflussen

Es war eine Prinzipsache, als im vergangenen Monat eine Familie aus Kalundborg im Nordwesten Seelands den Immobilienwert ihres Hauses um 35 Prozent gekürzt bekam. Der Fall wurde vor dem Landessteuergericht verhandelt, und der geschätzte Wert der Familien-Immobilie fiel von 3,7 auf 2,4 Millionen Kronen. Der Grund: Das Haus und der Garten werden überschwemmt, wenn das Wasser im Kalundborg Fjord aufgrund einer Sturmflut steigt, berichtet die Tageszeitung „Kristeligt Dagblad“.

 

72 Prozent der jüngeren Bürger wollen weniger Fleisch verzehren

72 Prozent der dänischen Bürger in der Altersgruppe von 18 bis 72 Jahren äußern den Wunsch, weniger Fleisch zu essen. Das zeigt eine neue Umfrage im Auftrag des Supermarktkonzerns Coop und des Vegetarier-Vereins. „Die Umfrage zeigt uns, dass immer mehr Bürger auf ihren Fleischkonsum achten – insbesondere bei den jüngeren Jahrgängen“, erklärt der Coop-Analysenchef, Lars Aarup. Laut Umfrage seien zudem 51 Prozent der Meinung, dass die Politiker sich für einen reduzierten Fleischverzehr und klimafreundlicheres Essen in der Gesellschaft verstärkt einsetzen sollten.

 

Zahl der Beschäftigten stagniert

Auch im August hat sich bei der Zahl der Beschäftigten nicht viel getan. Lediglich 200 neue Arbeitnehmer wurden in den Statistiken der dänischen Statistikbehörde verzeichnet. Bei insgesamt 2,79 Milionen Arbeitnehmern ist der Status demnach unverändert, so die Behörde. „In den vergangenen vier Monaten ist die Beschäftigungszahl um 6.300 Personen gestiegen. Zum Vergleich waren es in den Monaten Januar bis April rund 17.500 neue Arbeitnehmer“, heißt es von der Statistikbehörde.

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