Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Montag

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DN
Apenrade/Aabenraa
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Foto: Nationalbanken

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Gesetz zum Passentzug im Schnellverfahren

Dem Staatsministerium zufolge soll Kämpfern mit doppelter Staatsbürgerschaft die dänische entzogen werden. Der Regierungsvorschlag soll im Schnellverfahren im dänischen Parlament diskutiert werden. Der Vorschlag steht vor dem Hintergrund der neuesten Entwicklungen im Norden Syriens. Dort greift die türkische Armee Stellungen der Kurden an. In dem Kampfgebiet liegen eine Reihe von Gefangenenlagern, in denen Mitglieder des Islamischen Staates (IS) inhaftiert sind. Es bestehe die Gefahr, dass die von Kurden kontrollierten IS-Lager sich öffneten und IS-Kämpfer mit dänischem Pass versuchen, Dänemark zu erreichen, warnt Regierungschefin Mette Frederiksen. Ihrer Ansicht nach bedrohen diese Personen die Sicherheit. Sie seien daher in Dänemark nicht erwünscht, unterstreicht Frederiksen.

 

Zweirad-Rowdys auf dem Vormarsch

Die Zahl der Anzeigen, die sich gegen Halbstarke auf Mopeds (knallertbøller) richten, ist im laufenden Jahr stark gestiegen, meldet Danmarks Radio. Waren es 2017 527 Anzeigen, stieg die Zahl von 989 im Jahr 2018 auf 1.190 Anzeigen im Jahr 2019 einschließlich September. Seit zehn Jahren wurden nicht so viele Anzeigen gezählt. Die meist jungen Verkehrsteilnehmer fahren zu schnell und rücksichtslos. Die Reichspolizei versucht gegenzusteuern, macht aber auch darauf aufmerksam, dass den Eltern in dieser Sache eine bedeutende Rolle zukomme.

 

Steuerschulden steigen an

Zum vierten Jahr in Folge ist der Schuldenberg der dänischen Unternehmen und Bürger an den Staat gewachsen. Das zeigen neue Zahlen der dänischen Statistikbehörde. Demnach seien die Schulden allein 2018 um eine Milliarde auf insgesamt 117 Milliarden Kronen angestiegen. Seit 2013 sind laut Behörde die Schulden der Bürger kontinuierlich um 75 Prozent auf über 25 Milliarden Kronen gestiegen.

 

Unterstützerparteien: Kinder in Syrien sollen zurückgeholt werden

Die türkische Invasion im kurdischen Teil von Syrien hat für viel Chaos in dem Gebiet gesorgt. Die Unterstützerparteien der Regierung, bestehend aus den Volkssozialisten, der Einheitsliste und den Radikalen, fordern deshalb, dass die Regierung 30 Kinder dänischer IS-Sympathisanten nach Dänemark holt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau „Nun müsste es doch offensichtlich sein, dass diese Kinder in großer Gefahr sind und nach Hause geholt werden müssen“, so die außenpolitische Sprecherin der Einheitsliste, Eva Flyvholm.

 

Erneute Explosion in Kopenhagen

In der Nacht zu Montag hat es im Kopenhagener Stadtteil Amager abermals eine Explosion gegeben. Die Kopenhagener Polizei berichtet, dass höchstwahrscheinlich eine Handgranate an einem Schisha-Café explodiert sei. Das Gebäude wurde leicht beschädigt. Verletzte soll es laut Angaben der Polizei nicht gegeben haben. Seit Februar hat es in Kopenhagen insgesamt 13 Explosionen gegeben. Die Polizei vermutet, dass ein Großteil davon in Verbindung mit Bandenkonflikten stehen.

 

Bei Tausenden Einbrüchen wird nicht ermittelt

Die Beamten der dänischen Reichspolizei stehen derart unter Druck, dass viele Einbruchsfälle auf ihren Arbeitstischen unaufgeklärt liegen bleiben. Das berichtet die Tageszeitung „Jyllands-Posten“ anhand einer neuen Statistik der Staatsanwaltschaft zu Einbrüchen in dänischen Haushalten.

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