Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

DN
Apenrade/Aabenraa
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Ecco will in Zukunft den Vertrieb und Absatz seiner Schuhe stärken. Foto: Ecco

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

 

Börsenbericht am Mittwoch

Die Börse schloss am Mittwoch mit einem C25-Index von 1.295,34. Der Leitindex verzeichnete somit einen Anstieg von 1,4 Prozent. Der Index erholte sich langsam von dem Minus von 2,4 Prozent am Montag, als der Markt von der Unsicherheit über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Virusausbruchs in China betroffen war. Gewinner des Tages war die Aktie des Unternehmens Lundbeck, sie stieg um 2,4 Prozent auf 290,80 Kronen. Die Ambu-Aktie erzielte den höchsten Stand seit November und stieg um 3,1 Prozent auf 121 Kronen pro Aktie. Verlierer des Tages war NNIT, die Aktie sank um 1,7 Prozent auf 105,40 Kronen.

 

Coronavirus: Hilfe für Dänen in China

Aufgrund des sich in China immer weiter ausbreitenden Coronavirus entsendet die dänische Regierung nun ein Team von Spezialisten in die Krisenregion, um den dortigen dänischen Staatsbürgern zu helfen. Das gab das Außenministerium am Mittwoch auf einer Pressekonferenz bekannt. Den Dänen soll demnach unter anderem die Möglichkeit gegeben werden, sich aus dem Land ausfliegen zu lassen. „Konkret handelt es sich um ein Notfallteam der Botschaft in Peking, das nun auf dem Weg nach Wuhan ist. Sie sollen den dänischen Staatsbürgern dort helfen, zurück nach Dänemark zu kommen“, so Außenminister Jeppe Kofod (Sozialdemokraten) zur Nachrichtenagentur Ritzau. Der Coronavirus hat bereits 130 Menschen in China das Leben gekostet – mehr als 6.000 sind infiziert. Kurz nach der Pressekonferenz wurde auch ein Krankheitsfall in Finnland bekannt. Zuvor wurde der Erreger bereits in anderen europäischen Ländern wie Frankreich und Deutschland nachgewiesen.

 

Hans Christian Schmidt neuer Kulturausschussvorsitzender

Der aus Nordschleswig stammende Hans Christian Schmidt (Venstre) wird den Vorsitz des Kulturausschusses des Folketings übernehmen. Das berichtet die Online-Zeitung „Altinget”. Schmidt wird der Nachfolger von Bertel Haarder (Venstre), der am Dienstag seinen Posten verlassen hatte, um sich seiner Tätigkeit als Vorsitzender des Königlichen Theaters in Kopenhagen zu widmen. Der 66-jährige Schmidt ist seit 1994 im dänischen Parlament vertreten und war mehrmals als Minister tätig – jüngst als Transportminister im Zeitraum von 2015 bis 2016.

 

Ecco investiert Milliarden

Der nordschleswigsche Schuhkonzern Ecco will in Zukunft den Vertrieb und Absatz seiner Schuhe weltweit stärken und hat deshalb das Vertriebsunternehmen in Russland, Ecco Ros, mit insgesamt 250 Geschäften aufgekauft. Das berichtet die Tageszeitung „Jyllands-Posten”. Laut Konzernleitung dreht es sich dabei um die größte Investition in der Geschichte des Unternehmens. Über eine Milliarde Kronen soll Ecco investiert haben.

 

Sydbank komplettiert den Aufsichtsrat

Im vergangenen September hatten vier Aufsichtsratsmitglieder der Sydbank, darunter die beiden Vorsitzenden, nach einem Streit über die Ausrichtung der Bank ihre Posten niedergelegt. Auf der Delegiertenversammlung (repræsentanskabet) am Mittwoch wählten die Delegierten Søren Holm und Henrik Hoffmann in den Aufsichtsrat, womit die verbliebenen zwei freien Posten nun vergeben sind. Dies berichtet die Zeitung „Jyllands-Posten”. Im Oktober vergangenen Jahres wurden Jon Stefansson und Gitte Poulsen in den Aufsichtsrat gewählt. Søren Holm bekleidete der Zeitung zufolge viele Jahre lang ein führendes Amt im Kreditinstitut Nykredit. Henrik Hoffmann kann auf 25 Jahre Arbeit bei der Danske Bank zurückblicken, wo er unter anderem die Verantwortung für den Bereich Kredit und Risiko trug.

 

Däne nicht mit dem Coronavirus infiziert

Ein dänischer Patient, der am Dienstagabend auf das berüchtigte Coronavirus getestet wurde, ist nicht infiziert. Dies bestätigte das staatliche Seruminstitut, wie die dänische Gesundheitsbehörde berichtet. Der Verdacht habe sich am späten Abend nicht bestätigt. Die Proben von den Atemwegen des Mannes seien negativ, schreibt die Behörde. Sie schätzt die Ansteckungsgefahr in Dänemark weiterhin als niedrig ein. Der Mann, der im Universitätskrankenhaus in Aarhus behandelt wird, hatte sich in der chinesischen Stadt Wuhan aufgehalten, in der der Virus vermehrt auftritt.

 

Prinz Henriks Musiksammlung wird ersteigert

Im vergangenen Herbst wurde ein Großteil der Kunstsammlung des verstorbenen Prinzen Henrik, Ehemann von Königin Margrethe, auf einer Auktion versteigert. Nun soll auch seine Schallplatten-Sammlung unter den Hammer kommen. Laut Nachrichtenagentur Ritzau handelt es sich um insgesamt 900 Schallplatten – größtenteils mit Musik aus den 1960ern. „Diese Auktion wird mehr Leute ansprechen als vorherige Auktionen”, erklärt Alexa Bruun Rasmussen, Direktorin des Auktionshauses Bruun Rasmussen Kunstauktioner.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Die spinnen die Politiker“