Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

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DN
Kopenhagen
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Die Polizei fahndet nach einem geflüchteten Bandenmitglied. Foto: DN

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Festnahmen nach spektakulärer Flucht

Nachdem ein 24-jähriger Mann mit Waffengewalt aus einer Psychiatrie in Slagelse geflohen ist, hat die Polizei im Großraum Kopenhagen zwei Männer festgenommen, die nach Angabe der Polizei in Verbindung mit der Flucht stehen. Der 24-jährige Hemin Dilshad Saleh ist weiterhin auf der Flucht. Er gilt als eine führende Person der Bande NNV, die wegen schwerer Körperverletzung statt U-Haft in psychiatrischer Behandlung ist. Saleh hatte am Dienstagnachmittag Besuch von zwei Männern erhalten, die angeblich Kaffee und Kuchen mitgebracht hatten. Statt Torte befanden sich aber in der Kuchenschachtel zwei Pistolen. Mit diesen bedrohten die Männer das Personal und feuerten einen Schuss in den Boden.

 

Nato: Außenminister Kofod unterstützt deutsche Idee

Der dänische Außenminister Jeppe Kofod (Sozialdemokraten) sieht keine Krise der Nato, unterstützt aber den Vorschlag Deutschlands, einen Expertenrat einzurichten, der den strategischen und politischen Zusammenhalt innerhalb der Nato untersuchen soll. Einen solchen Vorschlag hatte der deutsche Außenminister Heiko Maas (SPD) am Mittwoch auf dem Nato-Gipfel in Brüssel den Mitgliedsstaaten unterbreitet. Es sei wichtig zu untersuchen, wie die Nato-Staaten politisch und strategisch besser zusammenarbeiten könnten, denn die Welt sei geprägt von einer großen Unsicherheit und von rivalisierenden Großmächten, so Kofod.

 

Anzahl der Falschparker steigt

Die Zahl der Bußgelder, die für rechtswidriges Parken an Orten, die als „Behindertenparkplätze“ ausgeschrieben sind, nimmt in Kopenhagen zu. Im Jahr 2017 verteilten städtische Parkwächter 1.805 Strafzettel an Autofahrer, die auf einem Behindertenparkplatz nicht ordnungsgemäß geparkt hatten. Die vorläufige Zahl für 2019 liegt bereits bei 2.190 Gebühren. Das berichtete TV2 Lorry. Thorkild Olesen, Vorsitzender der „Danske Handicaporganisationer“, nennt das „äußerst besorgniserregend“. „Schließlich gibt es einige Menschen, die diese Parkplätze brauchen, sie aber nicht bekommen können, weil sie belegt sind. Dies bedeutet, dass es Menschen mit Behinderungen schwerer gemacht wird, ihren Alltag zu bestreiten“, so Olesen.

 

Rekordzahl an heimischen Seeadlern

In diesem Jahr sind 130 Seeadlerjungen in 80 Nestern aufgewachsen und ausgeflogen. Es ist die höchste Anzahl flugbereiter Jungtiere in einer Saison, seit der Raubvogel 1996 nach Dänemark gekommen ist. Der dänische Vogelschutzverband „Dansk Ornitologisk Forening (DOF)“ hat seitdem mindestens 1.069 Seeadler registriert. Diese Zahlen stellte Kim Skelmose, Leiter des DOF-Projekts Adler, der Nachrichtenagentur Ritzau vor. Das Adler-Projekt wurde 1992 ins Leben gerufen. Die Realität hat die Träume der Ornithologen übertroffen. Damals war das ehrgeizige Ziel, dass Dänemark 2040 75 Seeadlerpaare haben sollte. „2019 war das Jahr, in dem wir die magische Zahl von 1.000 einheimischen Seeadlern erreicht haben“, sagt Kim Skelmose.

 

Bandenmitglied entflohen

Die Polizei auf Seeland fahndet nach einem Bandenmitglied, das nach einer Befreiungsaktion aus einer psychiatrischen Abteilung in Slagelse entfliehen konnte. Bei der Aktion wurden Schüsse gelöst und dem Personal wurde mit vorgehaltenen Waffen gedroht. Bei dem Entflohenen handelt es sich um ein 24-jähriges Bandenmitglied, das zur Führungsriege der Gruppierung NNV gehört. Trotz eines massiven Polizeiaufgebots in der Nacht hat die Polizei den Flüchtigen noch nicht geschnappt.

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