Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

Der Nachrichtenüberblick am Mittwoch

DN
Apenrade/Aabenraa
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Ikea-Möbel sind in Dänemark beliebt Foto: Semen Borisov/Unsplash

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

LA unterstützt Klimaziele der Regierung

Neben der Dänischen Volkspartei und den Konservativen ist die Liberale Allianz (LA) nun die dritte Partei aus dem bürgerlichen Lager, die die Klimaziele der sozialdemokratischen Regierung unterstützten will. Das erklärt der klimapolitische Sprecher der Partei, Ole Birk Olesen, gegenüber der Online-Zeitung Altinget. Die Partei unterstütze ihm zufolge die Klimaziele nur mit der Forderung, dass die Klimapolitik nicht alles andere übertrumpfe. „Diese müsse im Einklang mit einem Land, das derzeit wirtschaftlich auf dem Vormarsch ist, geführt werden”, so Olesen.

 

Die Börse am Mittwoch

Was für ein rabenschwarzer Tag für die dänischen Aktionäre. Der dänische C-25 Eliteindex ist am Mittwoch um ein Prozent gefallen – und liegt nun nur noch bei 1.142,98 Punkten. 24 von 25 Aktien gingen ins Minus. Am schwersten traf es die Holdinggesellschaft Santa Fe. Deren Wertpapiere sanken um unglaubliche 37,8 Prozent und sind nun nur noch 1,35 Kronen pro Stück wert. Nicht ganz so hart traf es
Novozymes. Die Aktien des Biotechunternehmens sanken um 1,2 Prozent und sind noch 285 Kronen wert.
Lediglich die Aktien von der Danske Bank stiegen am Mittwoch leicht um 0,2 Prozent auf 218,50 Kronen.

 

Vollsperrung der E20 bei Odense im Oktober

Die Autobahn E20 über Fünen wird zwischen den Anschlussstellen 52 Odense SV und 53 Odense V am Sonnabendabend, 5. Oktober, um 18 Uhr bis zum darauffolgenden Sonntagmorgen um 9 Uhr komplett gesperrt. Das berichtet die Tageszeitung Fyns Stiftstidende. Der Grund: Eine Brücke über die Autobahn muss aufgrund des anstehenden Ausbaus von zwei auf drei Spuren abgerissen werden. Der Verkehr wird teilweise durch Odense umgeleitet. Autofahrer sollten deshalb Geduld mitbringen. Die Straßenbehörde schätzt, dass die Umleitung die Autofahrer bis zu anderthalb Stunden zusätzlich beanspruchen wird.

 

Urteil: 86 Zugfahrten ohne Ticket

Eine 43-jährige Frau ist am Montag vom Stadtgericht in Nykøbing Falster zu einer 30-tägigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Zusätzlich soll sie die Kosten für das Verfahren übernehmen sowie 63.750 Kronen Entschädigung an die staatliche Bahngesellschaft DSB bezahlen. Der Grund: Sie ist bis zu 86 Mal auf der Zugstrecke zwischen Rødby und Kopenhagen ohne Ticket gefahren, berichtet die Lokalzeitung Lolland-Falsters Folketidende.

 

Weniger Autobahnbeleuchtung

In diesem Herbst beginnt die dänische Verkehrsbehörde versuchsweise damit, an einigen Stellen des Landes die Straßenbeleuchtung abzuschalten. Dies meldet die Zeitung „Transport Tidende“. Die Maßnahme soll den Energieverbrauch drosseln und die nächtliche Lichtverschmutzung vermindern. Die Behörde spricht von einer deutlichen Energieeinsparung – dem Bedarf von 400 Einfamilienhäusern entsprechend. Die Verkehrsbehörde will konkret die Beleuchtung großer Hinweisschilder auf Autobahnen abschalten. Vorversuche an Autobahnabschnitten bei Aarhus und auf Fünen seien positiv verlaufen, so die Behörde. Zudem soll die Beleuchtung der großen Einfallsstraßen in Richtung Kopenhagen reduziert werden. Eingespart werden sollen 1.850 Megawattstunden im Wert von etwa 3,5 Millionen Kronen.

 

Ikea mit Rekord-Umsatz in Dänemark

Der schwedische Möbelgigant Ikea ist unter den dänischen Bürgern weiterhin ein Hit. Das zeigt das jüngste Abrechnungsjahr, das im August endete. Demnach knackte das Möbelhaus mit einem Umsatz von 4,7 Milliarden Kronen den Rekord in der 50-jährigen Geschichte des Unternehmens in Dänemark. „In Dänemark haben wir seit Jahren ein kontinuierlich steigendes Wachstum. Deshalb haben wir eine starke Position auf dem Markt eingenommen“, erklärt der Dänemark-Direktor des Unternehmens, Johann Laurell, gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau.

 

Estnischer Danske Bank Chef tot aufgefunden

Medienberichten zufolge ist der ehemalige Chef der estnischen Niederlassung der Danske Bank, Aivar Rehe, am Mittwoch tot aufgefunden worden. Dem staatlichen estnischen Fernsehen nach wurde Rehe im Garten hinter seinem Haus gefunden. Es soll alles auf Selbstmord hindeuten. Der 56-Jährige war von 2006 bis 2015 Chef der estnischen Niederlassung, von der aus ein großer Geldwäscheskandal seinen Anfang nahm. Aivar Rehe gehörte aber nicht zu den Beschuldigten und somit auch nicht zu den Bankangestellten des Hauses, die die Polizei verhaftet hatte.

 

Soziale Projekte werden bald nicht mehr finanziert

Nach dem Aus für den Sondermitteltopf (satspulje) im vergangenen Jahr läuft am 1. Januar 2020 die Finanzierung von 40 sozialen Projekten aus. Ob und wie die Projekte weitergeführt werden, ist unklar. Wie die Zeitung „Jyllands-Posten“ berichtet, hat die Regierung noch keinen Ersatz für den Fördertopf gefunden, der über Jahrzehnte sozial Benachteiligte unterstützte. Die vorherige Regierung schaffte den Sondermitteltopf satspulje ab, nachdem sich die Behördenmitarbeiterin Britta Nielsen jahrelang selbst aus dem Fördertopf bedient und einen Schaden in Millionenhöhe hinterlassen hatte. Die Regierung will ihren Haushaltsplan am 2. Oktober präsentieren. Inhalt soll auch ein Modell zur Förderung sozialer Projekte sein. Für die Sozialistische Volkspartei und für die Radikalen ist das zu spät.

 

Schülertests in den Volksschulen soll ausgetauscht werden

Die nationalen Tests, mit denen Schüler an dänischen Volksschulen geprüft werden, stehen in der Kritik: Sie sollen falsche Ergebnisse liefern. Geht es nach Pernille Rosenkrantz-Theil, Kinder und Unterrichtsministerin (Sozialdemokraten), sollen die Tests abgeschafft werden – zumindest in den niedrigeren Klassenstufen. Die Ministerin will aber Ersatz finden und dieser soll zusammen mit Eltern, Lehrern, Schulleitern und Schülern sowie dem Folketing erarbeitet werden.

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