Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

DN
Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Foto: Erik Witsoe/Unsplash

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

 

Börsenbericht

Der dänische C25-Eliteindex setzt derzeit fast täglich neue Rekorde. Auch am Ende der Handelswoche ging es wieder ein Stück nach oben. Der Index stieg um 0,7 Punkte und steht damit bei noch niemals dagewesenen 1.209,15 Punkten – rund vier Punkte mehr als der bisherige Rekord vom Mittwoch. Halleluja! Vor allem die Mærsk-Aktien legten am Freitag noch mal zu und stiegen um satte 5,8 Prozent auf 9.570 Kronen. Auch das Softwareunternehmen Simpcorp konnte seinen Kurs verbessern und ging um 3 Prozent ins Plus. Ein Wertpapier kostet nun 685 Kronen. Nicht so gut lief es für Zigarettenhersteller STG, um 0,1 Prozent ging es nach unten.

 

Zwei tote Frauen auf Seeland: 39-Jähriger stellt sich der Polizei

Am Freitagmorgen sind auf Seeland zwei tote Frauen gefunden worden. Wie die Polizei berichtet, hatte sich ein Mann, der nun als tatverdächtig gilt, selbst bei der Polizei gemeldet. „Wir hatten eine telefonische Unterhaltung mit dem Mann, bei der dieser erzählte, dass sich an einer Adresse im Ort Ruds Vedby etwas zugetragen hat“, so Polizeiinspektor Brian Bang-Rasmussen von der Polizei für Mittel- und Westseeland zu Ritzau. Die Polizei versuchte den Mann dazu zu bringen, sich auf einem Polizeirevier zu melden. Dann brach die Verbindung ab. Als die Polizei einige Zeit später abermals mit dem 39-Jährigen am Telefon sprach, sagte dieser, „dass etwas Neues passiert“ sei. Danach stellte sich der Mann auf dem Polizeirevier in Holbæk. Die Frau, die in Ruds Vedby ermordet wurde, war 31 Jahre alt, die zweite Frau stammt aus Kundby und war 35 Jahre. Laut Polizei hat der Mann eine familiäre Verbindung zu den Frauen. Genaueres wollten die Beamten derzeit noch nicht sagen.

 

Quartalsergebnis: Mærsk trotzt dem Gegenwind auf den Weltmeeren

Obwohl das Auftragsvolumen beim Containertransport im dritten Quartal des Jahres gefallen ist, ist es dem dänischen Reedereigiganten Mærsk gelungen, durch einen effizienteren Transport auf den Weltmeeren ein Plus in den vergangenen drei Monaten zu erwirtschaften. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau. „Wir konnten unser Quartalsergebnis trotz eines global sinkenden Wachstums, das zu einer fallenden Nachfrage nach Transportaufgaben führte, verbessern. Der klassische Gütertransport über die Ozeane ist aber gestiegen – kombiniert mit fallenden Brennstoffpreisen führte dies zu einem Plus in unserem Ergebnis“, erklärt Mærsk-Chef Søren Skou. Insgesamt habe das Unternehmen im dritten Quartal 3,5 Milliarden Kronen verdient. jt

 

Masern: Deutschland führt Zwangsimpfungen ein – „kein Problem“ in Dänemark

Ab dem 1. März 2020 müssen alle Kinder, die in eine Betreuungsinstitution oder Schule in Deutschland beginnen, gegen Masern geimpft sein – sonst droht ein Bußgeld. Das hat der Bundestag am Donnerstag vereinbart. In Dänemark seien die Argumente für ein solches Eingreifen jedoch noch nicht stark genug, meint Peter Andersen, leitender Arzt beim staatlichen Seruminstitut. „Wir haben keine Probleme mit Masern in Dänemark. Die Krankheit ist eliminiert. Die wenigen Fälle, die wir jährlich haben, sind zumeist importiert worden“, so Andersen gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau. „Deshalb sehe ich keinen Grund, eine Impfpflicht einzuführen.“

 

Sonnabend versinkt im Regen

Das bevorstehende Wochenende soll mit Blick auf das Wetter ein wechselhaftes werden. Während es am Sonntag trocken bleiben soll, versinkt der Sonnabend förmlich im Regen, erklärt Anja Bodholdt, Meteorologin des Dänischen Meteorologischen Institutes (DMI), gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau. Bis zu zehn Millimeter Regen können im Land fallen, weshalb der Sonnabend ihr zufolge ideal für Museums- oder Kinobesuche sei. „Es wird den gesamten Tag regnen. Nur Bornholm wird verschont bleiben“, so Bodholdt. Sonnabends werden die Temperaturen zwischen sechs und zehn Grad Celsius liegen – am Sonntag zwischen fünf und zehn, so das DMI. jt

 

Finanzielle Abfindung: 71 Syrer zurückgekehrt

Seit dem 1. Mai haben 71 Flüchtlinge aus Syrien nach einer staatlichen finanziellen Abfindung in Höhe von jeweils 140.000 Kronen die Rückkehr in ihr Herkunftsland angetreten. Das zeigen neue Zahlen der dänischen Flüchtlingshilfe, berichtet die Tageszeitung „Kristeligt Dagblad“. Schon lange gibt es finanzielle Abfindungen für Flüchtlinge, die die Heimreise antreten. Im Frühjahr sind neue Gesetze in Kraft getreten, die es den Flüchtlingen ermöglichen, ihre Entscheidung ein Jahr lang zu widerrufen. Ihre Aufenthaltsgenehmigung in Dänemark wird ihnen dabei nicht entzogen. Dies habe dazu geführt, dass sich nun mehr Flüchtlinge zu einer Rückkehr entscheiden, berichtet die Zeitung. „Das Geld bedeutet einigen der Rückkehrerer viel, aber auch die Möglichkeit, wieder nach Dänemark zu kommen, falls Syrien noch zu gefährlich ist, ist attraktiv für viele Syrer“, erklärt Eva Singer, Abteilungsleiterin bei der Flüchtlingshilfe. jt

 

Bürger in Dänemark produzieren besonders viel Müll

Eine aktuelle Bilanz der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit in Europa, OECD, zeigt, dass die Bürger in Dänemark pro Kopf jedes Jahr 785 Kilogramm Müll produzieren. Das ist innerhalb der OECD-Staaten der höchste Wert. Die OECD hat den Umweltschutz Dänemarks überprüft und dabei festgestellt, dass zentral viele gute Initiativen umgesetzt werden, um beispielsweise den Klimaschutz zu verbessern. Weniger gut laufe es aber auf Ebene der Kommunen, wo man für die Müllentsorgung zuständig ist. So wurde kritisiert, dass in Kopenhagen Essensreste eingesammelt werden, aber im Nahbereich keine Verwertung der als Energiequelle nutzbaren Materialien möglich sei. hee

 

Polizei in Dänemark wertet verstärkt Facebook-Daten aus

In Dänemark greift die Polizei immer stärker auf Daten des Unternehmens Facebook zurück. Laut Danmarks Radio hat sich die Zahl der Datenoffenlegungen auf Antrag der Ermittlungsbehörden in der ersten Jahreshälfte 2019 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018 mehr als verdoppelt. In 109 Fällen ging es hauptsächlich um Ermittlungen wegen Terrorverdachts und schwerer Kriminalität. hee

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