Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Freitag

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DN
Kopenhagen
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Foto: Gabriele Diwald/Unsplash

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Die Börse am Freitag

Ein Minus der Aktie des Schwergewichtes Novo Nordisk reichte gestern an der Kopenhagener Börse, um den Leitindex C 25 auszubremsen. Es wurde nach einem Minus von 0,2 Prozent ein Schlussstand von 1.148,64 notiert. Novo Nordisk hatte wie die gesamte Pharmabranche in Europa Gegenwind. Obwohl ein Präparat der Firma Genmab eine US-Zulassung als Medikament gegen Knochenmarkskrebs erhalten hatte, verlor deren Aktie 1,2 Prozent. Zulegen konnte die B-Aktie von A. P. Møller-Mærsk, die sich um 1,7 Prozent verteuerte. Gewinner des Tages war die Aktie von NKT, die um 8,8 Prozent zulegen konnte. Anlass waren Spekulationen über den Verkauf von Unternehmenssparten.

 

Trotz Verbot: Immer noch Vergiftung von Vögeln durch Munitionsblei

In Dänemark ist der Einsatz von bleihaltigem Schrot bereits 1996 verboten worden. Hintergrund war die Vergiftung vieler Vögel durch Aufnahme des Schwermetalls und Kontaminierung vor allem von Feuchtgebieten. Jetzt warnt der dänische Vogelschutzverband, dass weiterhin Greifvögel in Dänemark durch Blei vergiftet werden, weil bei der Jagd auf Rehe und Hirsche weiter bleihaltige Kleinkalibermunition verwendet wird. 110.000 Tiere werden jedes Jahr geschossen, ein Teil wird nicht geborgen und dient See- und Steinadler sowie Rotmilanen als Futter. Trotz des Bleischrotverbotes landen in Dänemark jährlich viele Tonnen Blei in der Natur bei Verwendung von schwermetallhaltiger Kleinkalibermunition. Das Schwermetall stelle eine Gefahr für die Menschen dar.

 

Rekord: Viele Zehntklässler auf einer Nachschule

Die Zahl der Schüler, die eine 10. Klasse an einer Nachschule besuchen, brach im vergangenen Jahr alle Rekorde. Das zeigen neue Zahlen der dänischen Statistikbehörde Danmarks Statistik. Demnach waren 55 Prozent aller Zehntklässler in Dänemark Schüler an einer Nachschule. Seit 2011 sei die Zahl der Zehntklässler auf einer Nachschule kontinuierlich gestiegen, so die Behörde laut der Nachrichtenagentur Ritzau. Insgesamt besuchten 19.500 Schüler im vergangenen Jahr die 10. Klasse einer Nachschule.

 

Vestas entlässt 600 Mitarbeiter in Dänemark und Deutschland

Nachdem der Hersteller von Windkraftanlagen, Siemens-Gamesa, am Donnerstag bekanntgab, 600 Mitarbeiter zu entlassen, zieht nun auch der dänische Konkurrent Vestas nach und kündigt Entlassungen an. Insgesamt sollen 590 Mitarbeiter des Unternehmens eine Kündigung bekommen. Darunter 90 Arbeiter am Standort in Lem und 500 in der Fabrik in Lauchhammer bei Berlin. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

 

Wochenendwetter: Mild und regnerisch

Der Herbst ist da. Wer das noch nicht mitbekommen hat, wird es am Wochenende zu spüren bekommen. Es wird ein regnerisches Wochenende. Zudem soll laut dem Dänischen Meteorologischen Institut (DMI) auch noch ein starker Wind wehen. „Es wird wohl kein erinnerungswürdiges Wochenende werden“, erklärt DMI-Meteorologe, Klaus Larsen, gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau. Die Temperaturen sollten ihm zufolge tagsüber bei 17 bis 18 Grad Celsius liegen.

 

Umfrage: Klimaabgaben sollen in grüne Forschung investiert werden

Eine Klimaabgabe bei Flugreisen gewinnt an Zustimmung unter den dänischen Bürgern. Demnach seien laut einer neuen Gallup-Umfrage 63 Prozent der Befragten für die Einführung einer Klimasteuer. Zudem seien ganze 82 Prozent dafür, dass die Einnahmen durch eine Klimasteuer auch in die Forschung, wie man die globalen Klimaherausforderungen löst, investiert werden sollten. Das berichtet das Gewerkschaftsmagazin „Magisterbladet“.

 

Dänische Ökobauern haben erstmals weniger verdient

Die ökologischen Landwirtschaftsbetriebe in Dänemark haben 2018 im Durchschnitt einen Gewinn in Höhe von 462.000 Kronen gemacht. Das teilt die dänische Statistikbehörde Danmarks Statistik mit. Der trockene Sommer und fallende Preise werden dafür verantwortlich gemacht, dass der Überschuss der Öko-Landwirte erstmals seit acht Jahren gefallen ist. Trotz des Rückgangs haben die Öko-Landwirte dreimal so viel verdient wie ihre konventionellen Kollegen.

Die größte Gruppe der Bio-Bauern sind die Milchproduzenten. Die haben 2018 im Durchschnitt 646.000 Kronen verdient – im Jahr zuvor waren es noch 1,5 Millionen Kronen. Die Schweinebetriebe haben im Durchschnitt ein kleines Minus in Höhe von 21.000 Kronen gehabt – gegenüber 1,8 Millionen Kronen 2017. Die Pflanzenbetriebe sind um 63 Prozent auf 199.000 Kronen zurückgefallen. Die Abrechnungspreise an die Landwirte sind 2018 gefallen, nachdem noch mehr Landwirte auf Bio umgestellt haben. .

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