Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

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Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

DN
Apenrade/Aabenraa
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Foto: Scott Warman/Unsplash

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Dänemark sendet militärische Hilfe zur UN-Mission

Dänemark muss eine aktive Außenpolitik betreiben. Dies sagte Regierungschefin Mette Frederiksen (Soz.) im vergangenen Monat.

Am Donnerstag stimmte eine breite Mehrheit im dänischen Parlament für einen dänischen Militärbeitrag in Mali und anderen Teilen der Sahelzone. Dazu gehört ein Beitrag von einem Transportflugzeug und die Entsendung von Soldaten zur UN-Friedensmission Minusma in Mali.

Darüber hinaus werden weitere dänische Mittel für die von Frankreich angeführten Militäreinsätze in der Sahelzone bereitgestellt. Die Operation läuft unter dem Namen Barkhane. Die Hilfe besteht aus zwei Transporthubschraubern. Sie sind in Burkina Faso, Mali, Mauretanien, Niger und im Tschad im Einsatz.

Dies ist nicht das erste Mal, dass Dänemark einen militärischen Beitrag zur Region leistet. Dänemark tut dies seit einigen Jahren, sagte Außenminister Jeppe Kofod (Soz.) in einer Pressemitteilung.

 

Gesetz über Entzug der Staatsbürgerschaft

Ein umstrittenes Notstandsgesetz über den Entzug der Staatsbürgerschaft von dänischen Terrorkämpfern im Ausland wurde am Donnerstag mit der Mehrheit im dänischen Parlament verabschiedet. Das Gesetz soll in erster Linie dänische Kämpfer betreffen, die für den Islamischen Staat in Syrien und im Irak kämpfen.

Sozialdemokraten, Venstre, die Dänische Volkspartei, die Konservativen, die Neue Bürgerliche und die Liberale Allianz stimmten für das Gesetz. Die Radikalen, die Einheitsliste und die Alternative haben dagegen gestimmt. Die Sozialistische Volkspartei enthielt sich.

Das neue Gesetz gibt dem Ausländer- und Integrationsminister Mattias Tesfaye (Soz.) die Möglichkeit, dänischen Terrorkämpfern im Ausland die Staatsbürgerschaft zu entziehen – auch ohne Gerichtsverfahren.

Der letzte Punkt lässt SF das Gesetz nicht unterstützen, obwohl die Partei die eigentliche Absicht des Gesetzes unterstützt. Eine automatische gerichtliche Überprüfung müsste in das Gesetz aufgenommen werden, damit SF dafür gestimmt hätte.

 

Dänen kaufen mehr Bio-Waren

Bio-Nahrungsmittel landen immer öfter in den Einkaufswagen der dänischen Verbraucher. Das zeigt eine neue Analyse der landwirtschaftlichen Interessenorganisation Landbrug & Fødevarer. Demnach kaufen 43 Prozent der dänischen Bürger oft oder immer Bio-Waren. Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist das ein Anstieg um sechs Prozent. „Dass die Zahl der Bio-Käufer steigt, ist sehr interessant und freut mich sehr“, so die Bio-Chefin der Organisation, Kirsten Lund Jensen. Am meisten Bio-Waren werden in der Hauptstadt gekauft, während es im Norden Jütlands der niedrigste Anteil Bio-Käufer in Dänemark gibt, so die Analyse.

 

Vermisster 19-Jähriger tot aufgefunden

Der seit Freitag in Odense als vermisst gemeldete 19-jährige Mark Corneliussen ist am Mittwochmorgen in der Au Odense Å tot aufgefunden worden. Das hat seine Mutter, Betina Corneliussen, auf ihrer Facebook-Seite mitgeteilt. Die Polizei auf Fünen hatte zunächst bestätigt, dass sie eine tote Person gefunden, die Leiche aber noch nicht identifiziert hätte. Corneliussen sei seit Freitagabend verschwunden gewesen. Augenzeugen hätten ihn daraufhin in der Nähe der Au, die quer durch die Stadt verläuft, gesehen, weshalb die Polizei am Mittwochabend mit Tauchern den gesamten Fluss absuchte.

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