Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

DN
Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Rubjerg Knude Fyr Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Umzug: Bis zu 25.000 Schaulustige erwartet

Wenn am kommenden Dienstag der Leuchtturm Rubjerg Knude Fyr rund 80 Meter ins Landesinnere umzieht, werden sich das viele Schaulustige nicht entgehen lassen. Das berichtet das Umwelt- und Nahrungsmittelministerium in einer Pressemitteilung. Demnach werden für den zehnstündigen Umzug 25.000 Zuschauer erwartet. „Der Leuchtturm ist ein Stück Kulturgeschichte. Ich hoffe, dass alles glattgehen wird“, so die Umweltministerin Lea Wermelin (Sozialdemokraten).

 

Schulfotos: Eltern wollen Ekzem und Schürfwunden entfernen

Immer mehr Eltern wollen die Kindergarten- und Schulfotos ihrer Kinder retuschiert haben. Das berichtet der öffentlich-rechtliche Nachrichtensender Danmarks Radio (DR), der mit mehreren Schulfotografen gesprochen hat. Eine davon ist Edyta Sørensen. „Ich bessere die ganze Zeit aus. Einige Eltern kann ich davon überzeugen, die Fotos so zu lassen, wie sie sind. Andere aber pochen darauf, dass das Foto wie ein Gemälde sein soll“, so Sørensen. Ihr zufolge käm rund die Hälfte der Eltern mit solchen Anfragen zu ihr.

 

Falscher Medizinstudent bekam Dienste zugeteilt

Ein junger Mann hat sich als Medizinstudent ausgegeben und am Krankenhaus in Hvidovre mehrere Dienste zugeteilt bekommen. Das berichtet die Tageszeitung „B.T.“ Der Sachverhalt wurde an die Polizei weitergeleitet, die nun nach einem 19-Jährigen fahndet. „Wir werden nun gründlich untersuchen, was falsch gelaufen ist und dadurch sicherstellen, dass so etwas nicht noch mal passiert“, so der Abteilungsleiter des Krankenhauses, Morten Willas Lund.

 

Zahl der Sportwetten-Werbung verdreifacht

Die Zahl der Werbung vieler Wettbüros im Radio und Fernsehen hat sich im Laufe der vergangenen sieben Jahren nahezu verdreifacht. Das berichtet der öffentlich-rechtliche Nachrichtensender Danmarks Radio (DR) anhand einer neuen Gallup-Analyse. Wo 2012 noch im Tagesdurchschnitt 426 Werbespots gesendet wurden, sind es in diesem Jahr bislang 1.197 gewesen. Laut Michael Bay Jørsel, Leiter des Zentrums für Spielsucht, solle ein Verbot gegen diese Werbespots eingeführt werden. „Beim Senden dieser Werbespots werden viele Personen mit einer Spielsucht erreicht“, so Jørsel.

 

Höheres EU-Budget. „Das ist blödsinnig“

Ein EU-Mitglied zu sein, kann für Dänemark in Zukunft wesentlich höhere Kosten mit sich bringen. Ein Vorschlag zur Anhebung des EU-Budgets und ein damit verbundenes Wegfallen dänischer Sonderrabatte könne Mehrkosten von rund fünf Milliarden Kronen bedeuten, berichtet die Tageszeitung „Jyllands-Posten“.

 

Botschaft: Fünf nordische Außenminister feiern 20 Jahre unter einem Dach

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der fünf nordischen Länder in einem Botschafts-Komplex in Berlin ist am Donnerstag der dänische Außenminister Jeppe Kofod (Sozialdemokraten) in die deutsche Hauptstadt gereist, um mit seinen nordischen Amtskollegen zu feiern. „Ich freue mich, dass wir nun eine 20-jährige gute Zusammenarbeit in Berlin feiern dürfen. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands konnten wir unseren Traum verwirklichen, die nordischen Vertretungen unter einem Dach zu vereinen“, so der Außenminister. Die fünf Botschaften teilen sich einen Gebäudekomplex mit einem Gemeinschaftshaus, Sitzungsräumen, einem Auditorium, einer Kantine und Ausstellungsräumen, berichtet das Außenministerium in einer Pressemitteilung.

 

Weihnachtshilfe: Organisationen erwarten mehr Bewerber

Die Weihnachtszeit ist für viele eine Zeit, auf die man sich freut. Bedauerlicherweise ist es auch eine Zeit, in der bedürftige Bürger die finanziellen Herausforderungen des Weihnachtsfestes fürchten. Zum Glück stehen mehrere Organisationen in Dänemark bereit und greifen diesen Leuten unter die Arme, berichtet das Gewerkschaftsmagazin „Fagbladet 3F“. Im vergangenen Jahr gingen bei der Hilfsorganisation Mødrehjælpen 8.500 Bewerbungen für Weihnachtshilfe ein. „Es ist schwer zu sagen, wie viele sich in diesem Jahr bewerben werden. Aber ich glaube nicht, dass es weniger sein werden“, erklärt die Presseberaterin der Organisation, Regitze Rjeily. Auch die Hilfsorganisation Dansk Folkehjælp erwartet eine höhere Zahl an Bewerbungen in diesem Jahr. „Bei der Konfirmationshilfe und Urlaubshilfe haben wir in diesem Jahr, verglichen mit den vergangenen Jahren, rund zehn Prozent mehr Bewerber gehabt. Deshalb denken wir, dass sich diese Tendenz auch bei der Weihnachtshilfe zeigen wird“, so Organisationsdirektor Klaus Nørlem.

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