Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

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Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

DN
Apenrade/Aabenraa
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Foto: Chris Liverani/Unsplash

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Ecco weiht neue Fabrik in China ein

Das dänische Unternehmen Ecco, weltbekannt für sein Schuhwerk, hat am Donnerstag in China eine moderne Fabrik zur Lederbearbeitung eingeweiht. Dies teilte der Konzern mit. Die Gerberei in dem Ort Xiamen besteht nach Unternehmensangaben seit 2008, neu hinzugekommen ist nun eine Fabrik, in der Leder zugeschnitten wird und die dank neuester Technologie weniger Energie verbraucht und in der das Rohmaterial optimal ausgenutzt wird. Zudem versorgen Solarzellen die Fabrik bedarfsdeckend mit erneuerbarer Energie.

Regierung stellt 80 Millionen für die Kinder Grönlands bereit

Die Regierung stellt 80 Millionen Kronen bereit für sozial benachteiligte Kinder auf Grönland. Dies kündigte Sozial- und Innenministerin Astrid Krag (Sozialdemokraten) an. Sexueller Missbrauch und Verwahrlosung seien dort ein ernstes Problem, so Krag. Es gebe Dreijährige mit Geschlechtskrankheiten; 80 Prozent der Frauen in Tasiilaq seien Opfer von sexuellen Übergriffen geworden. Allein dies würde zeigen, wie groß die Probleme seien, so Krag. Nun soll eine Arbeitsgruppe der dänischen Regierung und der grönländischen Landesführung (Naalakkersuisut) ins Leben gerufen werden, deren Empfehlungen im Sommer erwartet werden. Grönland selbst hatte Dänemark um Hilfe gebeten. Der Wunsch erweckte Aufsehen, da Grönland selbst seit 1980 die Verantwortung für den Bereich Soziales trägt. Erst kürzlich hatte die Regierung 5,3 Millionen Kronen freigegeben, um Sozialberater und Psychologen nach Grönland zu entsenden.

Regierung will Grenzkontrollen von Schweden nach Dänemark einführen

Die neue sozialdemokratische Regierung will wieder vorübergehende, stichprobenhafte Grenzkontrollen bei Reisenden von Schweden einführen. Das berichtet der öffentlich-rechtliche Nachrichtensender Danmarks Radio (DR). Ab Mitte November soll ein- bis viermal pro Woche an sämtlichen Grenzübergängen, hauptsächlich an Fähranlegern, wieder kontrolliert werden. Obwohl der dänische Justizminister, Nick Hækkerup, unterstreicht, dass die Kontrollen vorübergehend seien, macht die Regierung keine Angaben zur Dauer der geplanten Grenzkontrollen, so DR. Die Regierungschefin Mette Frederiksen hatte schon im August angekündigt, die Grenzen nach Schweden besser zu schützen.

 

Immobilienkredite weiterhin hoch im Kurs

Immobilienbesitzer und Unternehmen in Dänemark haben im September insgesamt 47.328 Angebote für Immobilienkredite eingeholt. Das ist die zweithöchste Zahl in einem Zeitraum von vier Jahren, wie eine neue Statistik der Interessenorganisation Finans Danmarks zeigt. In den vergangenen Monaten sei laut Organisation das Interesse an einem neuen Kredit aufgrund der kontinuierlich fallenden Zinsen deutlich gestiegen. „Bei den unglaublich niedrigen Zinssätzen ist es nicht überraschend, dass so viele Bürger neue Angebote zur Kreditvergabe einholen“, erklärt der Privatökonom der Arbejdernes Landsbank, Brian Friis Helmer, gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau.

 

Mehr als erwartet: Spielsucht-Hotline mit vielen Anfragen

Die Hotline für Spielsucht, StopSpillet, hat seit ihrer Einführung vor neun Monaten im Durchschnitt 60 Anrufer pro Monat gehabt. Das sind doppelt so viele wie vorerst erwartet, berichtet die Tageszeitung „Politiken“. 85 Prozent der Anfragen kämen von Männern. Davon seien wiederum 37 Prozent im Alter zwischen 18 und 25 Jahren. Insbesondere Sportwetten seien unter jungen Männern gefragt. „Diese Zahlen zeigen uns, dass wir die Spielsucht unter jungen Männern gründlicher erforschen müssen“, erklärt die Direktorin der dänischen Spielbehörde, Linda Sand.

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