Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

DN
Apenrade/Aabenraa
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Céline Dion Foto: Alice Chiche/AFP/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Die Börse am Donnerstag

Eine Abwertung von Demant stand im Zentrum der Beobachter. Die Aktie war am Donnerstag zeitweise ganz am Boden des C25-Indexes, der sich ingesamt aber mit einem Plus von 0,6 Prozent bis zum Index 1150,33 entwickelte. Eine Meldung von Donald Trump einer positiveren Haltung Chinas gegenüber war nach Meinung von Analysten der Grund dafür, dass die Stimmung insgesamt etwas besser war.

 

Céline Dion mit Konzert in Dänemark

Die weltweit berühmte Sängerin Céline Dion wird im Zuge ihrer Welttour im August 2020 ein Konzert in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen geben. Das gibt der Konzertveranstalter All Things Live in einer Pressemitteilung bekannt. Zuletzt war die kanadische Sängerin 2017 in Kopenhagen zu Gast. Wie 2017 wird sie auch 2020 von einer Bühne in der Royal Arena singen.

 

Hersteller von Windkraftanlagen entlässt 600 Mitarbeiter in Dänemark

Der Hersteller von Windkraftanlagen, Simens-Gamesa, plant rund 600 Mitarbeitern an zwei dänischen Standorten zu kündigen. Das erklärt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Simens-Gamesa wird in Zukunft die Landdivision des Unternehmens streichen, weshalb der Standort in Brande Ende 2020 entfällt. Zugleich wird Simens-Gamesa in Aalborg die Produktion von Flügeln schon 2019 einstellen. „Es fällt uns schwer, gute Kollegen und Mitarbeiter zu entlassen. Wir werden unser Bestes tun, um ihnen weiterzuhelfen”, so Andreas Nauen, Direktor des Unternehmens in Dänemark.

 

Fehmarngesellschaf mit Bauzentrum in Rødbyhavn

Das mit dem Bau des geplanten Fehmarn-Tunnels beauftragte Unternehmen Femern A/S wird in Kürze ein Bauzentrum in der Hafenstadt Rødbyhavn unweit der kommenden Baustelle errichten. Das erklärt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Femern A/S wird demnach das Hotelgebäude des einstigen Danhotel in der Stadt übernehmen und in ein Bauzentrum umfunktionieren. „Von dort können wir in der gesamten Bauphase das Bauvorhaben inspizieren. Unsere Präsenz in Rødbyhavn ermöglicht es uns, dass unsere Mitarbeiter immer dicht am Bauplatz sind und dadurch schnell und effektiv Probleme und Herausforderungen in den Griff bekommen können”, erklärt der Unternehmensdirektor Claus F. Baunkjær.

 

Salling Group kürzt 200 administrative Stellen

Der Supermarktkonzern Salling Group, der unter anderem die Supermarktketten Netto, Føtex und Bilka besitzt, wird rund 200 Arbeitsplätze in der Administration kürzen. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Darunter seien unter anderem Stellen im IT-Bereich sowie in der Marketing- und Kommunikationsabteilung betroffen. 130 Mitarbeiter werden entlassen, während 70 einen neuen Job angeboten bekommen, erklärt der Konzern. „Wir müssen uns leider von guten Mitarbeitern, die einen großen Einsatz geleistet haben, trennen”, erklärt Konzerndirektor Per Bank. Um weiterhin wettbewerbsfähig zu sein, seien die Entlassungen unumgänglich.

 

Løkke im Außenpolitischen Rat

Wie in der vergangenen Woche unterstrichen wurde, wird Venstres ehemalige Parteispitze, Lars Løkke Rasmussen und Kristian Jensen, keine wichtigen Posten innerhalb der Partei übernehmen. Doch wobei Jensen komplett leer ausgeht, wird Løkke in Zukunft im Außenpolitischen Rat sitzen.

 

Polizei: Explosionen Teil des Bandenkonfliktes

Seit Februar sind in und um die Hauptstadt Kopenhagen insgesamt 13 Sprengsätze explodiert. Nun deutet vieles darauf hin, dass die Explosionen mit dem Bandenmilieu in Verbindung stehen. Das erklärt der Polizeioberrat, Torben Svarer, der Kopenhagener Polizei gegenüber der Tageszeitung „Ekstra Bladet”. „Wir haben einen Zusammenhang dieser Sprengladungen mit der Bandenkriminalität festgestellt. Wir können aber nicht sagen, ob alle Explosionen mit dem Bandenmilieu zu tun haben”, so Svarer. Die Polizei hat am Donnerstag insgesamt 31 Haushalte in Kopenhagen durchsucht. Dabei wurden mehrere Waffen beschlagnahmt. Ob auch Personen festgenommen wurden, steht bislang nicht fest.

 

Regierung will Sparzwang aufheben

Die sozialdemokratische Regierung Dänemarks will den Sparzwang in weiterführenden Ausbildungsinstitutionen (omprioriteringsbidrag) abschaffen. Dies teilte das Ausbildungs- und Forschungsministerium mit. Insgesamt handelt es sich um eine Summe von 300 Millionen Kronen. Über den Vorschlag soll im Rahmen der Verhandlungen über den Haushalt 2020 im Parlament abgestimmt werden. Die zuständige Ministerin Ane Halsboe-Jørgensen sagte der Nachrichtenagentur Ritzau, die endlosen Einsparungen würden die Qualität der Ausbildungen vermindern, doch sei Ausbildung lebenswichtig.

 

Bauarbeiter über Jahre betrogen

Beim Bau der neuen Kopenhagener S-Bahn-Linie haben Unternehmen Bauarbeiter um insgesamt 103 Millionen Kronen betrogen, meldet das Gewerkschaftsblatt „3F“, das die Bußgelder gegen Unternehmen durchgegangen ist, die von 2012 bis 2019 verhängt wurden – laut 3F vor allem gegen italienische Unternehmen. „3F“ zufolge wurden Arbeiter systematisch um Bezahlung von Überstunden, Rentenbeiträgen und Urlaubsgeld betrogen. Zudem soll es Fälle gegeben haben, in denen Unternehmen Auflistungen von Arbeitsstunden sowie Unterschriften manipulierten. Verantwortlich für die Bauarbeiten war das italienische Konsortium CMT. Dessen Vizedirektor Sigurd Nissen-Petersen räumt gegenüber 3F ein, dass die Probleme bis 2015 am größten waren, danach sei die Leitung ausgewechselt worden. 3F berichtet aber, die größten Fälle von Lohndumping traten erst nach 2015 auf. Der neue Cityring wird Sonntag eingeweiht.

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