Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

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Der Nachrichtenüberblick am Donnerstag

DN
Kopenhagen/København
Zuletzt aktualisiert um:
Sprengstoffanschlag gegen die Steuerbehörde in Kopenhagen am 6. August 2019. Foto: Philip Davali, Ritzau/Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Familie gibt Lars Larsen das letzte Geleit

Der bekannte dänische Unternehmer Lars Larsen (Jysk) ist am Donnerstag um 14 Uhr von der Sejs-Svejbæk-Kirche aus beerdigt worden. Vor der Kirche erwiesen Jysk-Angestellte mit 600 blauen Rosen dem Firmengründer die letzte Ehre. Der Sarg wurde von den Kindern und Enkelkindern getragen. Lars Larsen starb im Alter von 71 Jahren an Leberkrebs. Statt Blumen bat die Familie um eine Spende für die Krebshilfe „Kræftens Bekæmpelse“. Bereits Donnerstagnachmittag kamen 400.000 Kronen zusammen.

Trump kritisiert Dänemark, Løkke kritisiert Trump

Dänemark ist am Mittwoch wieder ins Visier von US-Präsident Donald Trump geraten. Dieser kritisierte über den Kurznachrichtendienst Twitter Dänemarks geringe Militärausgaben. Nach Trumps Meinung liegen diese bei 1,35 Prozent des Bruttosozialprodukts. Die Nato-Länder hatten sich 2014 auf Betreiben des damaligen US-Präsidenten Barack Obama auf 2 Prozent geeinigt. Während Staatsministerin Mette Frederiksen (Soz.) den Tweed unkommentiert ließ, erhielt Trump Widerworte von Lars Løkke Rasmussen (Venstre). Dänemark habe, im Verhältnis gesehen, genauso viele Soldaten in Afghanistan verloren wie die USA. Dänemark lasse sich nicht mangelnde Verteidigungswilligkeit aufgrund von Prozenten vorwerfen, so der ehemalige Regierungschef.

Grüner Strom für 425.000 Haushalte

Hoher Besuch an der Nordseeküste: Kronprinz Frederik hat zusammen mit vier Schülern am Donnerstag Dänemarks größten Offshorewindpark, Horns Rev 3, eröffnet. Auch Regierungschefin Mette Frederiksen und Energieminister Dan Jørgensen (beide Sozialdemokraten) waren anwesend. Der Windpark mit einer Leistung von 407 Megawatt deckt den jährlichen Verbrauch von 425.000 Haushalten. Die 49 Windmühlen sind groß, jede einzelne misst 187 Meter. Laut Energieministerium genügt die einmalige Drehung eines Windrades, um 1.317 Mobiltelefone aufzuladen. Der Energiekonzern Vattenfall hat den Windpark errichtet.

US-Außenminister lobt Allianz mit Dänemark

Nachdem Trump kurzfristig seinen Besuch in Dänemark abgesagt hat, versucht auch der US-Außenminister Mike Pompeo, die Wogen zu glätten. In einem Telefongespräch mit seinem dänischen Amtskollegen Jeppe Kofod (Sozialdemokraten) in der Nacht zu Donnerstag lobte Pompeo nach Aussage des US-Außenministeriums Dänemarks Beiträge in gemeinsamen Sicherheitsprojekten und würdigte die Rolle Dänemarks als Alliierter. In dem Telefongespräch ging es der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge um eine verstärkte sicherheitspolitische Zusammenarbeit zwischen den USA und Dänemark in der Arktis einschließlich Grönland. Trump hatte seinen Besuch abgesagt, weil er auf seinen Wunsch Grönland zu kaufen, von der dänischen Regierungschefin ein Nein als Antwort bekommen hatte.

Sprengstoffanschlag: Zwei weitere Personen festgenommen

Im Zusammenhang mit dem Sprengstoffanschlag am 6. August gegen die Steuerbehörde am Nordhavn in Kopenhagen hat die schwedische Polizei zwei weitere Festnahmen vorgenommen. Damit sind jetzt drei Schweden verhaftet worden. Ein weiterer Verdächtiger ist weiterhin auf freiem Fuß. Den beiden 22- und 27-Jährigen, die Mittwoch verhaftet wurden, wird vorgeworfen, am Sprengstoffattentat beteiligt gewesen zu sein. Nähere Details gab die Polizei in Malmö dazu nicht an.

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