Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

DN
Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Foto: Nationalbanken

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Verschwundene 13-Jährige gefunden

Ein 13-jähriges Mädchen, das seit Montagnachmittag als vermisst galt, ist am Dienstagnachmittag wohlbehalten in Odense gefunden worden. Dies teilte die Polizei mit. Das Mädchen war am Montag aus dem Universitätskrankenhaus in Odense, wo sie in Behandlung ist, geflohen. Die Polizei vermutete, das Mädchen könne sich auf dem Heimweg Richtung Nordschleswig befinden, weshalb die Beamten in der Nacht zu Dienstag mit Drohnen unter anderem entlang der Bahngleise nach ihr suchten. Auch kamen Hunde zum Einsatz. Der Polizei zufolge wurde das Mädchen dann von einem Odenser gefunden, der in der Nähe des Krankenhauses wohnt und aufgrund der Medienberichte wusste, dass nach dem Mädchen gesucht wurde.

 

Kein Aufschub: Britta-Nielsen-Verhandlung wird fortgesetzt

Der Prozess gegen die Millionenbetrügerin Britta Nielsen wird fortgesetzt. Dies gab das Gericht am Dienstag bekannt. Das Gericht hat am selben Tag den Antrag der Verteidigung abgewiesen, den Prozess auszusetzen. Somit ist der Weg für die erste Aussage Nielsens vor Gericht frei. Die Beschuldigte wollte sich aber am Dienstag noch nicht äußern, teilte ihr Anwalt, der Nordschleswiger Nima Nabipur, mit, dem an der Klärung einer Frage gelegen ist, die die Auslieferung Nielsens aus Südafrika nach Dänemark betrifft. Diese ging eine Absprache ein: Nach der Freilassung aus südafrikanischer Haft sollte sie freiwillig nach Dänemark reisen, um sich dort vor Gericht zu verantworten. Als es zur Anklage kam, bezog sich dann die Staatsanwaltschaft auf Paragraf 88, der in schwerwiegenden Fällen eine Erhöhung des Strafmaßes um 50 Prozent erlaubt. Nabipur will nun wissen, inwieweit dies mit einem formellen Auslieferungsantrag hätte verhindert werden können. Nun soll diese Angelegenheit im Zuge des Prozesses zur Sprache kommen.

 

Polizei stoppt gewalttätigen Mann mit Schüssen

Ein 34-Jähriger, der am Montagabend im Zuge seiner Festnahme angeschossen wurde, ist in Abwesenheit zu vier Wochen Untersuchungshaft verurteilt worden. Dem Mann, der außer Lebensgefahr ist, wird Bedrohung, Einbruch, Vandalismus und grobe Gewalt vorgeworfen. Dies teilte die Staatsanwaltschaft in Viborg mit. Laut Zeugenaussagen gab der 34-Jährige am späten Sonntagabend mehrere Schüsse auf eine Kneipentür ab, als er sich weigerte, die Gaststätte zu verlassen. 20 Minuten später drang er nacheinander in zwei Wohnungen ein und schlug einen Mann und eine Frau mit der Pistole auf den Kopf. Beide Opfer wurden leicht verletzt. Kurze Zeit später schoss er auf der Straße um sich und ging in seine Wohnung. Dort traf die Polizei ein, die dann auf den Mann schoss und ihn verletzte. Der Vorfall wird polizeiintern untersucht.

Schnellkredite auf dem Vormarsch

Immer mehr dänische Bürger bekommen ein Darlehen in Form von eines Schnellkredits (Forbugslån). Das zeigen neue Zahlen der dänischen Statistikbehörde Danmarks Statistik. Demnach sei die Kreditvergabe 2019, verglichen mit dem Vorjahr, um eine Milliarde auf 17,9 Milliarden Kronen gestiegen. Mikkel Høgh, Ökonom bei der Jyske Bank, nennt Gründe für den Anstieg: „Oft ist es die schnelle und einfache Lösung, einen Schnellkredit zu beantragen. Zudem denken womöglich viele Bürger, dass die Angebote der Kreditunternehmen günstig sind“, so Høgh. Die Regierung hat indessen die Einführung strafferer Gesetze gegen solche Unternehmen angekündigt. Am Mittwoch treffen sich diesbezüglich die Parteien des Folketings.

 

Quartalsergebnis: Danfoss verdient gut an grüner Umstellung

Die Kassen des Danfoss-Konzerns aus Norburg klingeln. Das Unternehmen, das durch seine Thermostate für Radiatoren bekannt ist, hat in den ersten neun Monaten des Jahres ein Plus von rund 2,9 Milliarden Kronen erwirtschaftet. Das sind rund 100 Millionen Kronen mehr im Vergleich zum Vorjahr, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

 

Dänischer Stararchitekt mit französischem Ehrenpreis

Der weltberühmte dänische Stararchitekt Bjarke Ingels wird am Freitag mit dem französischen Ritterorden Arts et Lettres ausgezeichnet. Das berichtet der öffentlich-rechtliche Nachrichtensender DR (Danmarks Radio). „Darüber bin ich selbstverständlich sehr stolz. Frankreich ist ein Land, in dem die Kultur eine hohe Priorität genießt“, so Ingels. Sein Architektenbüro „Bjarke Ingels Group“ hat in Frankreich unter anderem den Ausbau der Sorbonne Universität in Paris, die Metrostation Bondy und das Kulturhaus Méca in Bordeaux entworfen, so DR.

 

Platzmangel: Über 3.000 Bußgelder für Lkw-Fahrer

Parken außerhalb des markierten Bereiches und mehr als 25 Stunden auf reservierten Plätzen parken. Das sind Verstöße, die täglich zuhauf auf den Raststätten Dänemarks passieren. Das zeigen neue Zahlen der dänischen Verkehrsbehörde (Færdselsstyrelsen), die in den vergangenen neun Monaten insgesamt 3.606 Bußgelder diesbezüglich verteilt hat, berichtet der Nachrichtensender TV2.

 

Alkohol: Ältere trinken mehr als Jüngere

Ein kühles Fassbier, Kurze und Wein. Wenn es um das Trinken von Alkohol geht, dann sind die Jugendlichen in Dänemark nicht länger Spitzenreiter. Das berichtet der Nachrichtensender TV2 Østjylland. Die älteren Generationen, insbesondere Männer, haben sie an der Spitze der „Alkohol-Trinker“ überholt. Wo der Konsum der Jugendlichen in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen ist, hat sich diese Entwicklung nicht bei den älteren Bürgern Dänemarks durchgesetzt. „Das hat mehrere Gründe. Die Älteren haben höchstwahrscheinlich nicht dieselben Verpflichtungen wie unsere Jugend. Als Senior lebt man anders und entspannter, und das hat womöglich auch einen Einfluss auf den Alkoholkonsum“, erklärt die Gesundheitsberaterin der Kommune Aarhus, Christina Kudsk Nielsen.

 

Großer-Belt-Brücke: Brückenlauf kehrt zurück

Nach drei Jahren Abwesenheit kehrt der Brückenlauf über die Großer-Belt-Brücke wieder zurück. Das berichtet der Verein Broløbet Storebælt, der auch der Veranstalter des Laufes ist. Demnach werden am 20. Juni 2020 rund 9.000 Läufer die Brücke überqueren. „Es ist fantastisch, dass es wieder möglich ist, auf diesem eindrucksvollen Bauwerk einen Lauf zu veranstalten“, so der Mitorganisator Per Hansen gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau. Der frühere Transportminister Ole Birk Olesen (Liberale Allianz) hatte 2017 beschlossen, den Lauf über die Brücke zu verbieten. Doch sein Nachfolger, Benny Engelbrecht (Sozialdemokraten), hatte schon im Juli angekündigt, dass in Zukunft wieder ein Brückenlauf stattfinden werde.

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