Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

DN
Apenrade/Aabenraa
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In Blåvand ist am Dienstagmorgen ein Känguru ums Leben gekommen. Foto: Agami/Imago/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Staatsminister kündigen bessere Polizeizusammenarbeit an

Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen (Sozialdemokraten) und ihr schwedischer Amtskollege Stefan Löfven (Sozialdemokraten) haben sich am Dienstag auf eine engere Polizeizusammenarbeit verständigt. Mit einem sogenannten Joint Analysis Team soll der grenzüberschreitenden Kriminalität in der Øresundregion begegnet werden. Zuletzt wurde ein 23-jähriger Schwede wegen zweier Sprengstoffattentate in Kopenhagen verhaftet. Die neue binationale Polizeieinheit soll den Informationsaustausch zwischen den Ländern verbessern und Ermittlungsdaten analysieren. Dänemark wird ab dem 12. November mittelfristige Grenzkontrollen zu Schweden einführen. Die Reichspolizei denkt, mit den Grenzkontrollen Ausländer, die nicht die Einreisebestimmungen erfüllen, von einer solchen Einreise abzuhalten. Auch will die Reichspolizei Ausländer, die Kriminalität oder Terror in Dänemark verüben wollen, mit den Kontrollen stoppen.

Nach der Niederlage: Radio24syv stellt 70 Fragen an den Ausschuss

Nachdem der Radio- und TV-Ausschuss die Bewerbung des Senders Radio24syv für einen DAB—Radiokanal abgelehnt hat, hat der Sender nun dem Ausschuss 70 Fragen zum Verfahren gestellt. Dies teilte der Sender mit. Unter anderem will Radio24syv vom Ausschuss wissen, wie dieser zu seinen Einschätzungen des Gewinners Radio Loud kam in Hinblick auf Louds Budget und auf die Kompetenzen der Senderleitung. Auch will der Sender wissen, ob es eine Einmischung der Politik im Zuge der Entscheidungsfindung gab. Bis Dienstag, 12 Uhr, konnten die Bewerber Fragen an den Ausschuss stellen; die Sender DK4 Radio und Radio Loud haben ebenfalls davon Gebrauch gemacht – wenn auch in geringerem Umfang. Wie die Nachrichtenagentur Ritzau berichtet, waren für den Ausschuss die Kosten für den Betrieb ausschlaggebend, 280 Millionen Kronen standen zur Verfügung. Radio24syv hatte sich in seiner Bewerbung um die vollständige Summe beworben, Radio Loud veranschlagte weniger. Die Fragen der Sender will der Ausschuss bis Freitagmittag, 12 Uhr beantworten. Die Antworten werden veröffentlicht.

 

Zugunglück auf Großer-Belt-Brücke: Mehrere Personen erlitten Trauma

Am 2. Januar dieses Jahres hat sich in Dänemark das größte Zugunglück der vergangenen 30 Jahre ereignet. Acht Menschen kamen bei der Kollision eines Personen- und eines Sattelzuges auf der Brücken über den Großen Belt ums Leben. Wie eine Akteneinsicht der Zeitschrift „A4 Arbejdsmiljø“ in Dokumente der Arbeitsschutzbehörde zeigt, wirkte das Unglück auch in der Folgezeit nach. Insgesamt mussten 14 Menschen aufgrund von Traumata und psychischen Problemen als Folge des Unglücks ihre Jobs aufgeben. Dabei handelt es sich um einen Passagier des verunglückten Zuges und mehrere Mitarbeiter von DSB und DB Cargo.

 

Auto überfährt Känguru in Blåvand

In der Nacht auf Dienstag ist in Blåvand ein Känguru von einem Auto überfahren und tödlich verletzt worden. Das gab die Polizei von Südjütland und Nordschleswig über Twitter bekannt. Kurz vor Mitternacht hatte die Polizei gemeldet, dass ein ausgebrochenes Känguru in Blåvand gesehen wurde. Die Beamten informierten den örtlichen Zoo. Mitarbeiter des Zoos wollten laut Polizei sich auf die Suche des Tieres machen, sobald es hell geworden war. Dies war kurz vor 8 Uhr am Morgen allerdings nicht mehr notwendig, da das Tier von einem Auto überfahren worden war.

 

Reiseunternehmen setzt auf Klimaneutralität

Die Sunweb Group, eines der größten Reiseunternehmen in Dänemark, hat bekannt gegeben, dass es seit Dienstag komplett klimaneutral arbeitet. Das schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Demnach sollen im kommenden Jahr eine Million Reisen klimatechnisch kompensiert werden. „Wir wollen uns konstant in sozialer, wirtschaftlicher und umweltmäßiger Hinsicht verbessern. Wir tragen die Verantwortung für den CO2-Ausstoß unserer Reisen“, sagt Deniz Jensen, Direktor der Sunweb Group, in der Mitteilung. Konkret werden die Reisen dadurch kompensiert, indem das Unternehmen in verschiedene Projekte investiert, die den Ausstoß von Kohlendioxid verringern sollen. Dazu zählt derzeit unter anderem ein Windkraftpark in Indien, der den CO2-Ausstoß um 350.000 Tonnen pro Jahr reduziert.

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