Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

DN
Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Britta Nielsen Foto: Phill Magakoe/AFP/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Auktion brachte nicht den gewünschten Ertrag

Boris Frederiksen, staatlicher Konkursverwalter der Millionenbetrügerin Britta Nielsen, hat sich enttäuscht gezeigt vom Ergebnis der Auktion, auf der die Besitztümer Nielsens in Südafrika versteigert wurden. Dem Sender TV2 nach kamen 385.000 Kronen zusammen – erwartet wurden 1,5 Millionen Kronen. Unter den Hammer kamen ein Anwesen in Südafrika und ein Landrover. Nielsen soll sich als Angestellte im Sozialministerium 117 Millionen Kronen erschwindelt haben. Konkursverwalter Frederiksen gab zu erkennen, dass die Gläubiger einiges an Geld wohl nicht mehr wiedersehen werden. Viel Geld sei für Reisen und Essen ausgegeben und somit „verbraucht“ worden, so Frederiksen.

Fahrerflucht in Karup – Autofahrer festgenommen

Nachdem ein Autofahrer am 7. Oktober einen 22-jährigen Soldaten am Flugplatz Karup angefahren, getötet und sich vom Unfallort entfernt hatte, ist am Montag ein 71-Jähriger festgenommen worden. Er befindet sich bereits wieder auf freiem Fuß. Eine Videokamera in Sunds, 16 Kilometer von der Unglücksstelle entfernt, führte die Polizei auf die Spur des Autofahrers. Der 71-Jährige gab an, er habe gedacht, ein Reh auf dem Fußgängerübergang angefahren zu haben. Das beschädigte Auto wurde am Wohnsitz des Rentners gefunden und wird nun kriminaltechnisch untersucht.

 

Brexit: Reederei DFDS bekommt Vertrag mit britischer Regierung

Die dänische Reederei DFDS ist eine der Reedereien, die einen Vertrag mit der britischen Regierung erhalten, um das Inselreich mit lebensnotwendigen Gütern, wie beispielsweise Medikamenten, zu versorgen. Auch die Reederei Stena hat einen Vertrag erhalten. Insgesamt gibt die britische Regierung 740 Millionen Kronen an Reedereien; die Verträge laufen sechs Monate. Was mit den Verträgen passiert, wenn der Brexit mit dem Termin 31. Oktober ein weiteres Mal aufgeschoben wird, ist nicht bekannt.

 

Zu lange Fahrt zur Uni

Ein langer Weg zwischen dem Wohnungs- und dem Studienort kann in Dänemark zum Abbruch des Studiums führen, zeigt eine neue Analyse von „Dansk Byggeri“, der Organisation der dänischen Baubranche. Im Durchschnitt wohnen die Studenten in Odense, Aarhus, Aalborg und der Hauptstadtregion am Anfang ihres Studiums 18 Kilometer weit von ihren Hochschulen entfernt und ein Jahr später 11 Kilometer. Allerdings wohnen 40 Prozent derjenigen, die ihr Studium abbrechen, weiter als 12 Kilometer vom Studienort entfernt, sagt Jacob Hangaard, Wirtschaftsberater in „Dansk Byggeri“. Er hofft auf Investitionen: Es gibt in Dänemarks großen Universitätsstädten einen Mangel an Studentenwohnungen.

 

Rekordverkauf im September

Die Immobilienvermittlung „Home“ hat dieses Jahr einen Rekord gebrochen: 1.308 Immobilien wurden im September dieses Jahres verkauft, zwölf Prozent mehr als im gleichen Monat des vergangenen Jahres. Seit 2006 sind in einem September noch nie es so viele Wohnungen verkauft worden, teilt die Agentur mit. Rekord-Verkaufszahlen gebe es am häufigsten vor dem Sommer, sagt „Home“-Analytiker Henrik Hauthorn Jensen. Im September wurden 305 Wohnungen verkauft, fast so viele wie im Mai.

 

Energieoptimierung bleibt ein Wunsch

Zwei Drittel der dänischen Immobilienbesitzer interessieren sich für eine Energieoptimierung ihres Eigentums, aber nur einer von neun Hausbesitzern führt sie auch durch. Das zeigt eine Umfrage von „YouGov“ für die Organisation der dänischen Baubranche, „Dansk Byggeri“. Camilla Damsø Pedersen, Chefin der Energiepolitik des Vereins, sei sich bewusst, dass die „neue offene Küche oder die Reise nach Thailand“ vor Wärmedämmung der Außenwände oder Austausch der Heizung ginge.

 

Jütland hat besonders viele Sporthallen pro Bürger

Ob Fitnesszentrum oder Sporthalle: In Jütland gibt es mehr Einrichtungen dieser Art als auf Seeland. Das zeigen neue Zahlen der dänischen Statistikbehörde Danmarks Statistik. Im ganzen Land gibt es beispielsweise 1.600 größere Sporthallen über 800 Quadratmeter. Während rund um Kopenhagen weniger als zwei Hallen pro 10.000 Einwohnern zur Verfügung stehen, sind es in Jütland mindestens fünf. Von den 14 Kommunen mit mindestens fünf Sporthallen pro 10.000 Bürgern liegen 11 in Jütland.

 

Fangquoten: Minister freut sich über EU-Kompromiss

Bei einem Ministertreffen der EU-Länder am Montagabend in Luxemburg haben sich die Mitgliedsstaaten auf eine Reduzierung der Fangquoten in der Ostsee verständigt. Die Reduzierung der dänischen Fangquoten sind laut Umwelt- und Nahrungsmittelministerium jedoch kleiner ausgefallen als die EU-Kommission in erster Linie gehofft hatte, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau.

 

Britta Nielsens Luxusgegenstände werden versteigert

Ein Land Rover, ein Weber-Gasgrill, mehrere Playstations und eine Safari-Villa mit Swimming-Pool werden am Dienstag über das südafrikanische Auktionshaus Peter Maskell Auctions CC versteigert. Die Gegenstände gehörten einst Britta Nielsen, die wegen Veruntreuung staatlicher Gelder in Höhe von 117 Millionen Kronen angeklagt ist. Die Einnahmen der Auktion werden an die Gläubiger ausgezahlt. „Ich kenne nicht den exakten Wert der vielen Gegenstände. Ich denke aber, dass wir zwischen fünf und zehn Millionen Kronen einnehmen werden“, erklärt der staatlich juristische Berater (Kammeradvokat), Boris Frederiksen, gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau.

 

Für Kinder: Sicherer Umgang mit dem Internet

Kinder sind ein leichtes Opfer im Internet, wo Kriminelle durch Betrug Zugriff auf ihre persönlichen Daten bekommen oder gar ihre Computer hacken. Deshalb muss Eltern unter die Arme gegriffen werden, damit diese mit ihren Kindern über die Problematik sprechen können, erklärt der Direktor der Kinderrechtsorganisation Børns Vilkår, Rasmus Kjeldahl. „So, wie die Eltern ihren Kindern zeigen, wie man sicher durch den Straßenverkehr kommt, müssen Eltern ihren Kindern auch zeigen, wie man sicher mit dem Internet umgeht“, so Kjeldahl. Deshalb hat die Organisation in Zusammenarbeit mit dem IT-Giganten TDC-Group eine neue Kampagne ins Leben gerufen, die bei Elternabenden über die Gefahren im Internet aufklärt, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau.

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