Dänemark kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

Der Nachrichtenüberblick am Dienstag

DN
Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Foto: Ints Kalnins/Reuters/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Brand führt zu weit sichtbarer Rauchsäule

Industriehallen in Børkop südlich von Vejle stehen am Dienstagnachmittag in Flammen, berichtet der Fernsehsender TV2. Es hat sich eine Rauchsäule entwickelt, die noch im 46 Kilometer entfernten Hadersleben zu sehen ist. Die Polizei geht davon aus, dass die Löscharbeiten noch Stunden andauern und teilte mit, es gebe keine Verletzten. Die Bereitschaft fordert die Menschen in der Umgebung auf, dem Schauplatz fernzubleiben und sich nicht an dem bereits eingesetzten Katastrophentourismus zu beteiligen.

Danske Bank schließt Filiale in Estland

Die dänische Großbank Danske Bank hat nun endgültig die letzten Bankaktivitäten in Estland beendet und schließt die Filiale, die aufgrund des Geldwäscheskandals in negative Schlagzeilen geriet. Das berichtet die Bank in einer Pressemitteilung. „Zusammen mit den estnischen Behörden hat Danske Bank nun seine Arbeit in Estland beendet. Dadurch wollen wir sicherstellen, dass die Interessen unserer Kunden auf bestmögliche Weise gesichert werden”, so der Unternehmensdirektor, Frederik Bjørn.

 

Heringsfischer fangen 280-Kilo-Thunfisch

Einen unerwarteten Fang machten in der Nacht zu Montag Heringsfischer aus Gilleleje mit ihren Netzen. Darin lag ein 280 Kilogramm schwerer und 2,63 Meter langer Blauflossen-Thunfisch. Das berichtet der Nachrichtensender TV2 Lorry. „Das war völlig verrückt. Ich dachte nie, dass mir mal so etwas passieren würde. Das letzte Mal als ein Blauflossen-Thunfisch hier gefangen wurde, war 1971“, erklärt Henrik Tækker, einer der Decksmänner des Fischkutters. Der Blauflossen-Thunfisch steht unter Artenschutz. Weil er aber als Beifang in die Netze geraten und verstorben ist, dürfen die Fischer ihn verkaufen. Die Preise belaufen sich bei Auktionen auf rund 200 Kronen pro Kilogramm. Am Dienstagnachmittag berichtete Danmarks Radio, dass eine Restaurantbesitzerin in Gilleleje den Fisch auf einer Auktion für 35.000 Kronen erworben hat.

 

Ministerin: Mehr Frauen in den Bereitschaftsdienst

Bei einem Brand ist es nur selten der Fall, dass eine Frau bei den Löscharbeiten hilft. Wie der öffentlich-rechtliche Nachrichtensender DR (Danmarks Radio) berichtet, ist lediglich jede 20. Person im Bereitschaftsdienst eine Frau. „Wenn sich in Zukunft das Blatt nicht wendet, laufen wir Gefahr, dass Brände nicht gelöscht werden können“, unterstreicht die dänische Verteidigungsministerin, Trine Bramsen (Sozialdemokraten). Sie setzt sich dafür ein, dass sich mehr Frauen sich für den Dienst in der Bereitschaft melden. „Wir sollten ein neues Image über Feuerwehrleute ins Leben rufen. Derzeit denken viele Bürger, dass ein Feuerwehrmann ein großer, starker Mann ist“, so Bramsen.

 

Nach Wahlversprechen: Verdoppelung der Erzieher-Studenten nötig

Die dänische Regierungschefin, Mette Frederiksen (Sozialdemokraten), sowie die Parteichefin der Volkssozialisten, Pia Olsen Dyhr, haben beide den dänischen Bürgern im Wahlkampf mehr Erzieher in den Kindergärten und Kindertagesstätten versprochen. Wenn die Regierung das Ziel einer Mindestnorm von höchstens drei Kindern pro Erzieher in der Tagesstätte, und sechs Kinder pro Erzieher im Kindergarten einhalten will, ist das ausschließlich mit Fachkräften nahezu unmöglich. Das berichtet die Tageszeitung „Politiken“.

 

Sozialdemokraten legen Irak-Kommission zu den Akten

Die Sozialdemokraten haben ihre Haltung bezüglich einer Wiederaufnahme der Arbeit der Irak-Kommission geändert. Gegenüber dem Nachrichtensender DR erklärt der dänische Außenminister, Jeppe Kofod (Sozialdemokraten), dass seine Partei die Irak-Kommission nicht wieder ins Leben rufen werde. Diese sollte unter anderem den dänischen Beitrag und die eigentliche Beteiligung im Irak-Krieg untersuchen. Vor vier Jahren erklärte die amtierende Regierungschefin, Mette Frederiksen (Sozialdemokraten), dass die damalige Regierung die Arbeiten der Kommission wieder aufnehmen solle.

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