Angriff

Norwegische Polizei spricht von Terroranschlag

Norwegische Polizei spricht von Terroranschlag

Norwegische Polizei spricht von Terroranschlag

Ritzau/hm
Oslo
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Anwesenden im Al-Noor Islamic Centre glückte es offenbar, den Mann zu überwältigen. Foto: Terje Pedersen/AFP/Ritzau Scanpix

Der Polizei zufolge ist der genaue Tathergang in der Moschee in Bærum bei Oslo unklar. Mittlerweile spricht sie aber von einem Terroranschlag.

Der Überfall auf eine Moschee im norwegischen Bærum bei Oslo am Sonnabend war der Polizei zufolge der Versuch eines Terroranschlags. Dies meldet die norwegische Nachrichtenagentur NTB.

Wie die Polizei auf einer Pressekonferenz in Oslo mitteilte, hat der Beschuldigte „rechtsextreme Haltungen“. Demnach soll er mit Politikern sympathisieren, die im 2. Weltkrieg mit den Deutschen zusammenarbeiteten. Die Polizei spricht von einer kritischen Haltung des mutmaßlichen Täters gegenüber Einwanderung.

In der Moschee wurden mehrere Schüsse abgefeuert; die Polizei fand dort Waffen. Anwesenden im Al-Noor Islamic Centre glückte es offenbar, den Mann zu überwältigen; er soll am Sonntag noch einmal vernommen werden, auch ist ein Termin beim Haftrichter vorgesehen, der über Untersuchungshaft entscheiden soll. Dem jungen Mann wird versuchter Mord und Mord vorgeworfen. Eine junge Frau wurde tot in der Wohnung des Beschuldigten gefunden, neuesten Berichten nach soll es sich um die jüngere Schwester des Beschuldigten handeln. In einer ersten Vernehmung schwieg der Mann. Dieser hatte der Polizei zufolge im Internet lobend über den Attentäter von El Paso geschrieben.

Weiterhin ist unklar, was genau in der Moschee passierte. Bis jetzt weiß die Polizei, dass mehrere Schüsse abgefeuert wurden und eine Person leichter verletzt wurde, als es gelang, den mutmaßlichen Attentäter zu entwaffnen. Regierungschefin Erna Solberg forderte die norwegische Bevölkerung dazu auf, islamfeindliche Haltungen zu bekämpfen.

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