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Merkels wohl letzte Neujahrsansprache sehen fast neun Millionen

Merkels wohl letzte Neujahrsansprache sehen fast neun Millionen

Merkels wohl letzte Neujahrsansprache sehen fast 9 Millionen

dpa
Berlin
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht bei der Fernsehaufzeichnung ihrer jährlichen Neujahrsansprache im Kanzleramt. Foto: Markus Schreiber/AP/Pool/dpa

Deutlich mehr Zuschauerinnen und Zuschauer als im Vorjahr verfolgten eine Bundeskanzlerin, die für Zuversicht warb und ihr Mitgefühl für von Corona Betroffene aussprach.

Etwa neun Millionen TV-Zuschauer haben Angela Merkels wohl letzte und 16. Neujahrsansprache am Donnerstagabend in ARD und ZDF eingeschaltet – deutlich mehr als im Jahr davor. 4,49 Millionen verfolgten die Ausstrahlung im Ersten nach der 20-Uhr-„Tagesschau“ (17,5 Prozent Marktanteil ab 20.10 Uhr), 4,33 Millionen (18,0 Prozent ab 19.15 Uhr) waren es im ZDF.

2019 hatten insgesamt nur etwa 5,1 Millionen eingeschaltet – 3 Millionen im Ersten und 2,1 Millionen im Zweiten.

Merkel sagte gegen Ende der Ansprache für 2021: „In neun Monaten ist Bundestagswahl, zu der ich ja nicht wieder antreten werde. Dies ist deshalb heute aller Voraussicht nach das letzte Mal, dass ich mich als Bundeskanzlerin mit einer Neujahrsansprache an Sie wenden darf.“

2017 hatte Merkel nach dem von Stimmenverlusten der Union begleiteten Sieg bei der Bundestagswahl und den gescheiterten Verhandlungen zu einer Jamaika-Koalition aus CDU/CSU/FDP/Grünen ihre Rede als nur geschäftsführende Kanzlerin gehalten. Dies könnte eventuell auch 2021 noch passieren.

Merkel ruft auch für 2021 zu Zusammenhalt gegen Corona auf

Merkel hat in ihrer Neujahrsansprache auch für das neue Jahr zu Zusammenhalt im Kampf gegen das Coronavirus aufgerufen und die Hoffnung durch schrittweise Impfungen betont. „Es wird noch eine ganze Zeit an uns allen liegen, wie wir durch diese Pandemie kommen“, sagte sie.

„Die neben dem Impfstoff wirksamsten Mittel haben wir selbst in der Hand, indem wir uns an die Regeln halten, jeder und jede von uns.“ Sie sei immer wieder dankbar dafür, wie diszipliniert die allermeisten Menschen Masken trügen und sich um Abstand bemühten.

Die Kanzlerin betonte, am Ende eines „atemlosen Jahres“ gelte es auch, innezuhalten und zu trauern. „Wir dürfen als Gesellschaft nicht vergessen, wie viele einen geliebten Menschen verloren haben, ohne ihm in den letzten Stunden nah sein zu können.“

Sie könne nur ahnen, wie bitter es sich für sie anfühlen müsse, wenn von einigen Unverbesserlichen das Virus bestritten und geleugnet werde. „Verschwörungstheorien sind nicht nur unwahr und gefährlich, sie sind auch zynisch und grausam diesen Menschen gegenüber“, sagte Merkel.

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