Corona-Maßnahmen

Corona-Schnelltests direkt an der Schule

Corona-Schnelltests direkt an der Schule

Corona-Schnelltests direkt an der Schule

Klaus-Dieter Rauhut/shz.de
Eggebek/Eggebæk
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Schulleiterin Heike Petersen mit Andrea Schlüter (mit Schutzausrüstung) beim Nasenabstrich für den Antigen-Schnelltest an der Eichenbachschule Eggebek. Foto: Klaus-Dieter Rauhut

Zweimal wöchentlich werden die Lehrer und Betreuer in der Turnhalle der Eggebeker Schule auf Corona getestet.

Schulen und Kindertagesstätten öffnen wieder und gehen schrittweise in einen Regelbetrieb über. Um dabei die Ansteckungsgefahr zu minimieren, stellen das Bildungs- sowie das Gesundheitministerium den Einrichtungen zweimal wöchentlich kostenlose Corona-Schnelltests für das gesamte Betreuungspersonal zur Verfügung.

Mit diesen Antigen-Schnelltests kann das Corona-Virus auch bei Personen, die noch keine Symptome haben, aber bereits mit dem Virus infiziert und ansteckend sind, nachgewiesen werden. Gerade die symptomlosen Virusträger sind nach Modellberechnungen von Fachinstituten für mehr als die Hälfte der Neuansteckungen verantwortlich. Um dem vorzubeugen, stellen diese Schnelltests einen wesentlichen Baustein in der Pandemiebekämpfung dar.

Tischtennisplatte als Sichtschutz

In der Eichenbachschule in Eggebek und Kleinjörl werden diese Tests von geschultem Personal der Kreuzapotheke Treia durchgeführt. In Kleinjörl wurde bereits das gesamte Betreuungspersonal getestet und das Team von Andrea Schlüter bereitet nun die Testungen in Eggebek in der kleinen Sporthalle vor. An zwei Ständen, durch eine hochkant als Sichtschutz aufgestellte Tischtennisplatte getrennt, soll die Beprobung durchgeführt werden.

„Wir nehmen grundsätzlich einen Nasenabstrich, da die Virenlast im Nasenraum am höchsten ist. Danach wird der Abstrich mit einer Lösung präpariert und auf ein Reaktionsfeld getupft. Nach zehn bis 15 Minuten zeigt das Messfeld an, ob eine Corona-Infektion besteht. Dabei hat der eingesetzte Antigen-Schnelltest eine Sensitivität (Verlässlichkeit) von ca. 98 Prozent“, erklärt Andrea Schlüter.

Hohe Test-Bereitschaft

Danach gehen die Testungen recht zügig voran. Nach einer kurzen Einweisung schiebt die Fachkraft das Teststäbchen kurz in die Nase und präpariert es dann für den Test. Sobald das Ergebnis feststeht, wird es auf einer Bescheinigung festgehalten. Sollte ein Test positiv ausfallen, wird der Betroffene sofort informiert und muss sich in häusliche Quarantäne begeben. Ferner wird das Gesundheitsamt informiert, das anschließend einen PCR-Test veranlasst und die weitere Begleitung übernimmt.

Schulleiterin Heike Petersen war eine der ersten Testpersonen an der Eggebeker Schule. „Es hat etwas gekribbelt und ein Auge hat leicht getränt, aber es ist wirklich gut auszuhalten“, berichtet sie. Auch wenn die Tests freiwillig sind, ist die Bereitschaft beim gesamten Betreuungspersonal groß, diese Tests zweimal wöchentlich vornehmen zu lassen. „Es gibt allen an der Schule Beteiligten sowie auch den Eltern doch ein hohes Maß an Sicherheit“, ist Schulleiterin Heike Petersen überzeugt.

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