Politik

Interner Streit lässt Venstre in Meinungsumfrage absacken

Interner Streit lässt Venstre in Meinungsumfrage absacken

Interner Streit lässt Venstre in Meinungsumfrage absacken

ritzau/hee
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Während sich Lars Løkke Rasmussen (Mitte) und Kristian Jensen (rechts) streiten, geht ihre Partei Venstre in den Meinungsumfragen zurück. Jakob Ellemann (links) wird als möglicher, neuer Parteivorsitzender gehandelt. Foto: Mads Claus Rasmussen, RitzauScanpix

Die ersten Meinungsfragen nach der Folketingswahl im Juni und dem Ärger in der Partei Venstre sind veröffentlicht worden.

Die Nachrichtenagentur Ritzau hat eine aktuelle Meinungsumfrage des Institutes Voxmeter veröffentlicht. Sie zeigt, dass der rote Block, der die Regierung Mette Frederiksen unterstützt, gegenüber der Folketingswahl an Wählersympathie gewonnen hat. Statt 91 würde er bei einer Wahl 96 Mandate erhalten.

Vor dem Hintergrund der internen Streitigkeit in der abgewählten Regierungspartei Venstre wird sichtbar, dass die Partei im Vergleich zur Wahl im Juni mit einem Umfrageergebnis von 23,8 Prozent fast unveränderten Zuspruch erhält. Allerdings hatte eine Umfrage Anfang August Venstre 25,4 Prozent Wählerrückhalt bescheinigt. Die größte Oppositionspartei war dabei, die Sozialdemokraten als stärkste Partei einzuholen. Der Streit um die Führung ist bei den Wählerinnen und Wählern offenbar nicht gut angekommen. In der Meinungsumfrage von Megafon/TV2 geht Venstre sogar auf 21,1 Prozent zurück.

Die Dänische Volkspartei, die im Juni eine schwere Niederlage erlitten hatte und nach einem Minus von 12,4 Prozentpunkten bei 8,6 Prozent landete, ist in der jüngsten Voxmeter-Umfrage bei 8,8 Prozent gelandet. Laut Umfrage würde die Partei Nye Borgerlige, die im Juni 2,4 Prozent erreichte, mittlerweile an der Zwei-Prozent-Sperrgrenze scheitern.

Die Sozialdemokraten, die die Regierung stellen, konnten in der neuesten Umfrage gegenüber dem Ergebnis bei der Wahl im Juni von 25,9 auf 26,1 Prozent leicht zulegen. Bei Megafon legen die Sozialdemokraten auf 27,1 zu.

Mehr lesen