Zugunglück

Havariekommission: Mehrere Güterwaggons nicht richtig gesichert

Charlotte Hülser
Korsør
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Foto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau-Scanpix

Beim Zugunglück auf der Brücke über den Großen Belt sind Anfang des Jahres acht Menschen ums Leben gekommen. Nun wurde der vorläufige Untersuchungsbericht vorgelegt.

Mehrere Lkw- Anhänger auf dem verunglückten Güterzug sind nicht ordnungsgemäß gesichert gewesen. Das stellt die Havariekommission in ihrem vorläufigen Bericht zum Unglück auf der Brücke über den Großen Belt fest, bei dem Anfang Januar acht Menschen ums Leben gekommen waren. Außerdem deutet alles darauf hin, dass eine Kombination aus dem starken Wind und der unzureichende Sicherungsmechanismus Schuld an dem Unglück hatten, heißt es in dem Bericht.

Der in den Unfall involvierte Güterzug bestand laut Kommission aus einer Lok und sechs Güterwaggons, die mit Lkw-Anhängern beladen waren. Diese Lkw-Anhänger seien entweder leer oder mit Verpackungsmaterial gefüllt gewesen.

Einer der vorderen leeren Güterzugwagen hatte sich bei dem Unglück gelöst und einen entgegenkommenden Passagierzug gerammt. Das Befestigungssystem funktionierte bei drei der eingesetzten Waggons nicht ordnungsgemäß, stellte die Havariekommission nun fest.

Parallel dazu zeigen Berechnungen, dass eine Windstärke von 21,8 Metern pro Sekunde ausreichen würde, um einen befestigten Güterzugwaggon zu lösen. Auf der Brücke wurden damals 21,6 Meter pro Sekunde gemessen.

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