Wirtschaft

Corona-Hilfen sorgten 2020 für weniger Konkurse

Corona-Hilfen sorgten 2020 für weniger Konkurse

Corona-Hilfen sorgten 2020 für weniger Konkurse

dodo/Ritzau
Kopenhagen
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Durch die Corona-Hilfen der Regierung sind 2020 viele dänische Unternehmen vom Konkurs verschont geblieben. Foto: dpa

2020 sind im Vergleich zum Vorjahr 34 Prozent weniger Konkurse angemeldet worden. Ein Experte erwartet allerdings, dass die Zahl bald wieder stark ansteigen wird.

Wer sich die Statistiken zu Neugründungen und Konkursen von dänischen Unternehmen im vergangenen Jahr anschaut, würde vermutlich nicht erahnen, dass 2020 ein Krisen-Jahr war.

Insgesamt wurden 5.585 Konkurse angemeldet. Das waren 34 Prozent weniger als noch 2019, das als ein Jahr der Hochkonjunktur galt.

Das zeigen Zahlen des Analyseunternehmens „Experian“ und der dänischen Statistikbehörde Danmarks Statistik.

Der Hauptgrund dafür, dass es deutlich weniger Konkurse gab, sei vor allem das Corona-Hilfspaket der Regierung gewesen, sagt der Direktor von Experian, Bo Rasmussen.

„Neben Hilfsgeldern gab es auch Initiativen, wie die Aufschiebung von Steuerzahlungen. Das hat vielen Unternehmen in wirklich schwierigen Zeiten geholfen“, so Rasmussen.

Nachzahlungen könnten viele schwer treffen

Diese aufgeschobenen Steuerzahlungen müssen nun in diesem Frühjahr beglichen werden. Der Experte rechnet damit, dass viele Unternehmen dies nicht schaffen werden und letztendlich doch noch Konkurs anmelden müssen.

„Es ist zu befürchten, dass das Geld, das sie hätten zur Seite legen müssen, nicht mehr da ist, weil sie es benötigt haben, um den Laden am Laufen zu halten“, so der Experian-Direktor.

Er rechnet damit, dass es vor allem viele kleine und mittelgroße Unternehmen treffen wird.

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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