TELEKOMMUNIKATION

Mobiler Datenverbrauch im Urlaub nimmt rasant zu

Mobiler Datenverbrauch im Urlaub nimmt rasant zu

Mobiler Datenverbrauch im Urlaub nimmt rasant zu

cvt/Ritzau
Kopenhagen
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Smartphone
Das Smartphone ist auch im Urlaub ständiger Begleiter Foto: Pexels

Abschalten im Urlaub: Das gilt nicht fürs Smartphone. Dank EU-Regeln streamen Dänen auch unterm Sonnenschirm am Mittelmeer Videos, surfen durch soziale Netze und nutzen Kartendienste. Doch das kann noch immer teuer werden.

Der Datenverbrauch der Kunden des dänischen Telekommunikationsanbieters „3“ ist in den Sommermonaten dieses Jahres höher denn je. Um 33 Prozent sei das Datenvolumen aus den beliebtesten Reiseländern im Vergleich zum Vorjahr angestiegen, teilt das Unternehmen mit. Verglichen wurde das sogenannte Roaming in den Wochen 27 bis 33.

„Die Zahlen zeigen, dass die Dänen ihre digitalen Gewohnheiten mit in den Urlaub nehmen. Ihre Smartphones enthalten eine Unsumme an nützlichen Funktionen, die sie gewohnt sind, gleich zur Hand zu haben, und deshalb ist es ganz natürlich, dass sie die auch im Urlaub nutzen“, sagt der Privatkunden-Direktor bei „3“, David Elsass.

„Die Verbindungen im Ausland sind inzwischen so gut, dass viele sie auch nutzen, um Filme, Serien und YouTube im Schatten unter dem Sonnenschirm oder für die Kinder auf dem Rücksitz zu streamen“, so Elsass.

In 64 Ländern gilt das „3LikeHome“ genannte Angebot des Anbieters, bei dem dieselben Preise für Telefonie, Internet und SMS gelten, wie in Dänemark. Diese Länder wurden in der Statistik berücksichtigt.

Die politische Landkarte und das eigene Abo vor dem Urlaub checken

Doch trotz der seit Mai 2016 geltenden EU-Regelung zum Roaming innerhalb der Mitgliedsstaaten kann es immer noch teuer sein, das Smartphone im Urlaub zu nutzen – dann nämlich, wenn die Reise in ein Land geht, dass nicht zur EU gehört.

„Man darf sich nicht täuschen, es gibt noch immer Orte auf der Welt, wo ein Megabyte viel kostet. Deshalb ist es eine gute Idee, sicherzustellen, dass man das richtige Abonnement hat, bevor man auf lange Reise geht“, sagt Elsass.

Zu den Ländern, die nicht zur EU, dafür aber zu den beliebten Reisezielen der Dänen gehören, zählt unter anderem die Türkei. Dort haben die Kunden von „3“ alleine im Juli Daten im Wert von 830 Millionen Kronen verbraucht. Durch ein Abo-Angebot des Unternehmens war die Rechnung für die meisten Kunden jedoch deutlich geringer, als der Grundpreis, der für die 830 Millionen Kronen herangezogen wurde.

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