Demonstrationen

Mette Frederiksen will Nerzfarm besuchen

Mette Frederiksen will Nerzfarm besuchen

Mette Frederiksen will Nerzfarm besuchen

Ritzau/nb
Kopenhagen
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Landwirte fahren auf einer Demonstration am Sonnabend auf ihren Traktoren durch Kopenhagen und Aarhus, um gegen die Vorgehensweise der Regierung bei der Nerztötung zu protestieren. Foto: Philip Davali/Ritzau Scanpix

Nach den Demonstrationen gegen die Vorgehensweise der Regierung bei der Nerztötung will die Staatsministerin im Laufe der kommenden Woche eine Nerzfarm besuchen.

Staatsministerin Mette Frederiksen (Soz.) will im Laufe der kommenden Woche eine Nerzfarm besuchen. Das schrieb sie am Sonntag auf Facebook.

Die Mitteilung kommt, nachdem am Sonnabend Hunderte Landwirte in ihren Traktoren in Kopenhagen und Aarhus gegen die Vorgehensweise der Regierung bei der Nerztötung demonstriert haben.

Die Angelegenheit dominiert seit längerem die Tagesordnung und hatte zuletzt zum Rücktritt von Nahrungsmittelminister Mogens Jensen (Soz.) geführt.

„Unangenehme Plakate und Botschaften“

Der Polizei zufolge verliefen die Demonstrationen am Sonnabend friedlich. Jedoch schreibt die Staatsministerin in ihrem Facebook-Eintrag, dass sie „unangenehme Plakate und Botschaften“ gesehen habe. Sie fordert deshalb dazu auf, einen respektvollen Ton im Umgang miteinander zu wahren.

„Vielleicht sollten wir – anstatt der harten Worte auf den Plakaten – uns dafür einsetzen, dass wir einander verstehen. Darum werde ich in der nächsten Woche sowohl eine Nerzfarm als auch einen landwirtschaftlichen Betrieb besuchen; außerdem werde ich auch in Nordjütland vorbeikommen, wo inzwischen fast alle besonderen Beschränkungen wieder aufgehoben sind“, schreibt sie in ihrem Eintrag.

Unter anderem waren Bilder im Umlauf, die angeblich Plakate von einer anderen Demonstration am Freitag zeigen. Auf diesen wird die Staatsministerin als „Lustmörderin“ (lystmorder) bezeichnet. Ihr Gesicht wurde zudem so in das Plakat eingearbeitet, dass es so aussieht, als würde sie in einer Naziuniform posieren.

Die Demonstration am Sonnabend sollte unter anderem die Unzufriedenheit mit der umfassenden Nerztötung zum Ausdruck bringen.

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