Schulreform

Erzieher: Kaum physische Aktivität in den Volksschulen

Erzieher: Kaum physische Aktivität in den Volksschulen

Erzieher: Kaum physische Aktivität in den Volksschulen

jt/ritzau
Kopenhagen
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Unterrichtsministerin Merete Riisager (LA). Foto: Scanpix

Nach der neuen Schulreform, sollten die Lehrer täglich 45 Minuten physische Aktivitäten in ihren Unterricht integrieren. Jetzt meint lediglich die Hälfte der Erzieher, dass dieser Anspruch auch eingehalten wird.

Sportliche Bewegung sollte laut neuer Schulreform in den Schultag integriert werden. Doch es steht schlecht um diese neue Regel. Eine aktuelle Analyse der Gewerkschaft der Erzieher Bupl zeigt, dass lediglich 44 Prozent der Erzieher meinen, dass diese in die Schulzeit integriert sei.

Bei der gleichen Umfrage im Jahre 2016 gab es fast gleiche Ergebnisse. „Die Bewegung in der Schule stagniert. Die Umfrage zeigt uns, wie sehr die Schulen mit der neuen Reform unter Druck stehen“, sagt die Bupl-Chefin. Sportliche Aktivitäten im Unterrichtsalltag war beim Inkrafttreten der neuen Reform eines der Schlagwörter. Doch die Realität sieht anders aus.

„Wenn sich die Erzieher generell einig sind, dass die Kinder sich zu wenig bewegen, dann könnten sie ja einfach die Kinder mit nach draußen nehmen und mit ihnen etwas unternehmen. Meiner Meinung nach hätten weder die Kinder noch die Schulleitung etwas dagegen“, sagt der Vorsitzende von Dänemarks Schulleitern, Claus Hjortdal. Eine Aussage, die nicht von der Unterrichtministerin, Merete Riisager (Liberale Allianz), unterstützt wird.

„Die Verantwortung liegt bei den Rektoren der Schulen. Sie müssen den Plan so legen, dass die sportlichen Aktivitäten im Alltag machbar sind – und nicht die Erzieher“, so Riisager.

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