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Radio24syv klagt

Radio24syv klagt

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Ritzau/hm
Kopenhagen
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Radio24syv hofft, wieder auf Sendung zu gehen. Foto: Asger Ladefoged/Ritzau Scanpix

Als es November wurde, musste der Radiosender seinen Betrieb einstellen. Das will Radio24syv nicht hinnehmen. Nach einem Einspruch folgt nun eine Klage.

Radio24syv musste in der Nacht zum 1. November seinen Betrieb einstellen, da der Sender eine neue Ausschreibung der Sendelizenz nicht gewann. Er legte Einspruch beim Radio- und TV-Ausschuss ein, der die Entscheidung getroffen hatte. Der Ausschuss räumte kleinere Fehler ein, änderte seine Entscheidung aber nicht. Nun will Radio24syv erreichen, dass die Sendegenehmigung von Radio Loud, der unter anderem als Sieger hervorging, vom Ausschuss für ungültig erklärt wird.

Eine entsprechende Klage hat Radio24syv gegen den Ausschuss eingereicht. Dies berichtet die Zeitung „Politiken“, die Einblick in die Klage erhalten hat. Die Anwälte des Senders wollen der Zeitung nach auch erreichen, dass Radio Loud nicht senden darf, solange die Sache nicht geklärt ist. Zudem fordert Radio24syv eine Geldsumme von 980.000 Kronen als Erstattung für die vergebliche Bewerbung.

Die Anwälte meinen, der Ausschuss sei befangen, zudem erfülle Loud nicht die nötigen Anforderungen. Ein weiterer Kritikpunkt: Die Anwälte monieren, dass der Ausschuss erst über die Kriterien entschied, nach denen die Bewerbungen durchgesehen werden sollten, als sie diese bereits entgegengenommen hatten. Zwei Kanzleien vertreten Radio24syv.

Kritik am Auswahlverfahren hatten bereits Experten und Politiker verschiedener Parteien geäußert. Das Kultusministerium, dem der Ausschuss untersteht, ist der Auffassung, dass das Verfahren juristisch korrekt ablief.

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