Politik

Venstre sucht Nachfolge für Inger Støjberg am 24. Januar

Venstre sucht Nachfolge für Inger Støjberg am 24. Januar

Venstre sucht Nachfolge für Inger Støjberg am 24. Januar

Ritzau/hm
Roskilde
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Das Tischtuch zwischen der Venstre-Vizevorsitzenden Inger Støjberg und dem Parteichef Jakob Ellemann-Jensen ist zerschnitten. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Nun ist es raus: Am Sonntag, 24. Januar, will die Partei Venstre eine neue Vizevorsitzende oder einen neuen Vizevorsitzenden wählen. Zwei Namen werden bislang gehandelt. Einer davon ist der Name Stephanie Lose.

Nachdem Inger Støjberg (Venstre) am 29. Dezember von ihrem Amt als Vizevorsitzende zurückgetreten ist, wählt die Partei auf einem außerordentlichen Landestreffen am Sonntag, 24. Januar, eine neue Vizevorsitzende, beziehungsweise einen neuen Vizevorsitzenden. Dies teilte Venstre am Donnerstagmorgen mit. Das Treffen wird in Roskilde abgehalten. Beginn ist um 10 Uhr. Aufgrund der Corona-Lage wird das Treffen digital vonstattengehen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stimmen von zu Hause aus ab.

Støjberg hatte erklärt, sie sei vom Parteivorsitzenden Jakob Elleman-Jensen gebeten worden zurückzutreten. Dieser stellte danach fest, die Zusammenarbeit mit Inger Støjberg habe nicht funktioniert, sie habe sich mehrere Male illoyal gezeigt.

Zwei Kandidaten werden bislang gehandelt

Die allgegenwärtige Frage ist nun, wer Støjberg nachfolgen wird. Bislang haben sich Venstre-Miglieder in Sachen Kandidatur zurückgehalten. Zurzeit gehandelt werden Ulrik Wilbek, der in der Zeitung „Viborg Stifts Folkeblad" zumindest nicht von sich wies zu kandidieren, und Stephanie Lose, Regionsratsvorsitzende der Region Süddänemark. Letztere hat zu einer Kandidatur noch nicht Stellung bezogen.

Wilbek stellte in „Viborg Stifts Folkeblad“ drei Forderungen für eine Kandidatur auf. Er wolle sich nur zur Wahl stellen, wenn er weiter Bürgermeister von Viborg sein könne, ihm eine weniger große Rolle als Støjberg zugedacht werde und es nicht zu einer Kampfabstimmung komme.

Ein zweiter Vorsitzender hat seiner Auffassung nach vor allem eine Aufgabe nach innen. „Gegebenenfalls werde ich nicht derjenige sein, der mit einer Reihe von politischen Forderungen an die Öffentlichkeit tritt“, so Wilbek.

Seit der Folketingswahl 2019 gibt es Unruhe in der Partei in Kopenhagen. Der ehemalige Regierungschef Lars Løkke Rasmussen, musste ebenso seinen Posten als Parteivorsitzender räumen wie auch sein Stellvertreter Kristian Jensen. Jakob Ellemann-Jensen beerbte Rasmussen und Inger Støjberg wurde Vizechefin der Partei Venstre nach einer Kampfabstimmung, in der Ellen Trane Nørby verlor. Nørby will nun Bürgermeisterin in Sonderburg (Sønderborg) werden.

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