Kunst

Eine Frage der Zukunft

Eine Frage der Zukunft

Eine Frage der Zukunft

Dirk Thöming
Aarhus
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Universe of Water Particles, Transcending Boundaries – die interaktive Installation von Hideaki Takahashi Foto: Aros

Das Aarhuser Kunstmuseum Aros stellt die Frage des Überlebens der Menschheit in den Fokus.

„Tomorrow ist the Question“ – Die Frage ist das Morgen – lautet der Titel der ersten Sonderausstellung dieses Jahres im Kunstmuseum Aros in Aarhus. Die Ausstellung wird am 6. April eröffnet und läuft bis zum 4. August.
Luise Faurschou, Künstlerin, Kunsthändlerin und internationale Galeristin in Kopenhagen, hat gemeinsam mit dem Aros-Museum drei Jahre lang an dem Konzept gearbeitet.

Sie ist auch Initiatorin der Organisation ART 2030, die sich für die Umsetzung der 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung bis 2030 einsetzt. Die UN-Ziele (siehe Info-Box) sind von den grundlegendsten Überlebens- und Entwicklungs-Bedürfnissen der Menschen und der Menschheit geprägt. ART 2030 bringt die Kunst mit ins Spiel – indem Kunst mit den Weltzielen verbunden werden soll. Das internationale Projekt wird unter anderem von der John-Lennon-Witwe Yoko Ono und dem Künstler Ai Waiwai unterstützt. Von politischer Seite gibt es Unterstützung von Mogens Lykketoft (Soz), der von September 2015 bis September 2016 Präsident der Generalversammlung der Vereinten Nationen war.

„Art 2030 wurde von der internationalen Kunstplattform Artnet als das anspruchsvollste Kunstprojekt aller Zeiten bezeichnet“, teilt Aros anlässlich der Ausstellungseröffnung mit. Werke von 15 internationalen Künstlern der heutigen Zeit sind bei „Tomorrow ist the Question“ dabei.

Die modernen, teils interaktiven Werke schaffen es laut Aros, auf eine „besonders starke, visuelle und die Sinne ansprechende Weise“ darzustellen, dass die Welt sich in einer Zeit des Umbruchs befindet. Zu der Ausstellung wird ein Katalog herausgegeben mit Beiträgen von Künstlern und Forschern, die „sowohl die dunklen als auch die helleren Szenarien der heutigen Zeit und unserer Zukunft“ berühren.

Die 17 UN-Ziele

Auf der UN-Klimakonferenz in Rio 2012 beschlossen die UN-Mitgliedsstaaten die Entwicklung einer Liste von Zielen für nachhaltige Entwicklung.
2015 wurden die Ziele, die 15 Jahre lang gültig sein sollen, dann beschlossen. Der offizielle deutsche Titel lautet „Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“.
Das erste Ziel ist die Abschaffung der Armut in der Welt (No Poverty), 2. Kein Hunger, 3. Gute Gesundheit und Wohlbefinden, 4. Qualitative Ausbildung, 5. Geschlechter-Gleichberechtigung, 6. Sauberes Wasser und Sanitäranlagen. Weitere Ziele beschäftigen sich u. a. mit der Reinhaltung der Umwelt, Gewässerschutz, Klimaschutz, mehr sozialer Gerechtigkeit und Frieden.

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