Kriminalität

Nach Bombendrohung: Entwarnung für SAS-Werbeagentur

Nach Bombendrohung: Entwarnung für SAS-Werbeagentur

Nach Bombendrohung: Entwarnung für SAS-Werbeagentur

Ritzau/kj
Kopenhagen
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Eine Werbefirma in der Adelgade in Kopenhagen erhielt am frühen Donnerstagmorgen in einer E-Mail eine Bombendrohung. Die Polizei hatte daraufhin den Bereich um das Unternehmen gesperrt. Foto: ólafur Steinar Rye Gestsson/Ritzau Scanpix

Die Polizei hat die Sperrung um das Gebiet der Werbeagentur, die für die SAS-Kampagne verantwortlich ist, aufgehoben. Die Bombendrohung gegen die Werbefirma erwies sich als Fehlalarm.

Die Kopenhagener Polizei sperrte am Donnerstagmorgen die Umgebung rund um ein Unternehmen in der Adelgade in der Innenstadt Kopenhagens ab. Das bestätigte der Wachleiter Henrik Brix gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau. Nach Angaben der Kopenhagener Polizei handelte es sich um eine Bombendrohung, die der Firma zugeschickt wurde.

Leere Drohung

Aber es war scheinbar eine leere Drohung. Kurz vor Mittag gab die Kopenhagener Polizei auf Twitter bekannt, dass die Sperrung aufgehoben wurde. Es wurde keine Bombe gefunden.

„Heute Morgen haben wir ein Gebäude in der Adelgade in der Innenstadt untersucht, nachdem eine Firma eine Bombendrohung per E-Mail erhalten hatte. Wir haben nichts von polizeilichem Interesse gefunden und sind jetzt vor Ort fertig“, schreibt die Kopenhagener Polizei.

Drohung kam per E-Mail

Kurz vor 10 Uhr teilte der Pressesprecher der Kopenhagener Polizei mit, dass die Drohung gegen die Werbeagentur „& Co.“ gerichtet sei. Die Drohung kam am frühen Donnerstagmorgen in einer E-Mail. „& Co.“ steht hinter einer Kampagne für die Fluggesellschaft SAS, die am Mittwoch in den sozialen Medien heftig diskutiert wurde.

Die Polizei erhielt am Donnerstag gegen 5 Uhr die Benachrichtigung über die Drohung. Ritzaus Journalist vor Ort sagt, die Polizei habe die Adelgade von der Gothersgade bis zur Dronningens Tværgade gesperrt. Die Werbeagentur war bisher zu keinem Kommentar bereit.

Bombenentschärfer vor Ort

Mehrere Polizeiautos und ein Mannschaftswagen wurden in die Adelgade geschickt. Zusätzlich wurden in der nahen Umgebung ein Krankenwagen, ein Notarztwagen und ein Feuerwehrauto bereit gestellt. Ein Bombenentschärfer und eine Besatzung in Schutzanzügen kamen am Morgen in der Adelgade an. Die Bürger, die aufgrund der Bombengefahr aus Gebäuden in der Gegend geschickt wurden, konnten später wieder in ihre Büros und Wohnungen zurückkehren.

Werbevideo in der Kritik

SAS erhielt am Mittwoch scharfe Kritik, nachdem das Unternehmen ein Kampagnenvideo mit dem Titel „SAS – was wirklich skandinavisch ist“ veröffentlicht hatte. Das Video stellte eine Reihe von Dingen infrage, die üblicherweise mit den skandinavischen Ländern in Verbindung gebracht werden.

In der Kampagne wurde unter anderem festgestellt, dass Roggenbrot türkisch ist, Butterbrot aus den Niederlanden stammt, Windkraftanlagen aus Persien kommen und die Fahrradtradition aus Deutschland entlehnt ist. Das SAS-Video soll zeigen, dass Reisen in der Welt für Inspiration sorgt, und dass man das mit nach Hause nimmt, was man besonders gerne mag. Die Werbefirma „& Co.“ hat die Kampagne entwickelt.

Danmarks Radio hat Dinge, die „typisch skandinavisch“ sind, unter die Lupe genommen.

Nach heftiger Kritik in den sozialen Medien zog SAS das Video später am Tag zurück. Die Fluggesellschaft erklärte daraufhin, dass sie das Video in einer „kürzeren und klareren“ Version erneut veröffentlichen werde. Und dass die Botschaft der Kampagne „missverstanden“ wurde.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Die spinnen die Politiker“