Gesellschaft

Corona sorgt für historisch wenige Verkehrstote

Corona sorgt für historisch wenige Verkehrstote

Corona sorgt für historisch wenige Verkehrstote

dodo/Ritzau
Kopenhagen
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Schon jetzt steht so gut wie fest, dass in diesem Jahr deutlich weniger Menschen auf den dänischen Straßen zu Schaden gekommen sein werden. Foto: Claus Fisker/ Ritzau Scanpix

Vorläufigen Schätzungen zufolge wird die Zahl der Verkehrstoten in Dänemark am Jahresende bei rund 155 liegen. So wenig wie seit 90 Jahren nicht mehr.

Erfreuliche Nachrichten waren 2020 definitiv Mangelware. Zu den wenigen positiven Dingen in diesem Jahr gehört aber auf jeden Fall die jüngste Meldung der dänischen Verkehrsbehörde (Vejdirektoratet).

Denn auch wenn das Jahr noch nicht vorbei ist, werden nach derzeitigem Stand 2020 so wenige Menschen wie seit 90 Jahren nicht mehr auf dänischen Straßen verletzt worden sein oder ihr Leben verloren haben.

Eine auf der Grundlage vorläufiger Unfallzahlen vorgenommene Schätzung zeigt, dass 155 Menschen vor Jahresende im Verkehr ums Leben gekommen sein werden. Hinzu kommen rund 2.800 verletzte Verkehrsteilnehmer, so die Verkehrsbehörde in einer Mitteilung.

Die Zahl der Verkehrstoten in Dänemark ist daher im Vergleich zum Vorjahr, als 199 Menschen starben, erheblich gesunken.

Die bisher niedrigste Anzahl an Verkehrstoten pro Jahr – wenn man die Zeit vor der Verbreitung des Automobils nicht mit berechnet – stammt aus dem Jahr 2012. Damals kamen 167 Menschen um.

Seit 1930 nicht so wenig Tote im Verkehr

Um Zahlen zu finden, die niedriger sind als die Zahl der Verkehrstote in diesem Jahr, muss man bis ins Jahr 1930 zurückgehen, berichtet die Verkehrsbehörde.

Einer der Hauptgründe für den positiven Rekord ist laut Behörde die Corona-Pandemie und die daraus resultierenden Shutdowns, die es in diesem Jahr in der Gesellschaft gab.

Die derzeitigen Zahlen der Verkehrsbehörde stammen aus Unfallberichten der Polizei. Endgültige Angaben zu Toten und Verletzten werden voraussichtlich im April 2021 vorliegen.

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