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Badeunfälle: Rekordsommer Schuld an mehr Ertrunkenen

jt
Kopenhagen
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Foto: Tryg-Fonden

In den vergangenen Jahren war die Zahl der Badeunfälle mit Todesfolge rückgängig. 2018 stieg die Zahl wieder.

Der Rekordsommer 2018 bot den dänischen Bürgern hohe Temperaturen und viele Sonnenstunden. Viele verbrachten ihre freien Stunden an den unzähligen Stränden des Landes. Das hat auch dazu geführt, dass im vergangenen Jahr die Zahl der Ertrunkenen seit 2009 mit 66 Todesopfern einen Höchstwert erreichte. Das zeigt ein neuer Bericht der Tryg-Stiftung.

„Es ist vorprogrammiert, dass bei solchen Temperaturen auch mehr Leute den Strand und das Wasser nutzen. Dadurch steigt selbstverständlich auch das Risiko von Badeunfällen. Die steigende Zahl der Todesopfer war leider zu erwarten“, so der Programmchef der Stiftung, René Højer. „Man muss Respekt vor dem Wasser haben“, fährt er fort.

Er unterstreicht, dass es sich bei dem veröffentlichten Bericht um einen vorläufigen handelt. Die Zahlen basieren auf Medienberichten. Deshalb kann es sein, dass einige der 66 Todesopfer nicht ertrunken seien. „Einige können wegen eines Herzstillstands ums Leben gekommen sein“, so Højer.

Männer ertrinken häufiger als Frauen

48 der Todesfälle geschahen zwischen April und September 2018. Das allein sind schon mehr als die 45 Opfer im gesamten Jahr 2016. Zudem zeigt der Bericht, dass Männer deutlich häufiger ertrinken als Frauen. 53 der 66 Opfer waren Männer.

„Generell sehen wir anhand unserer Statistiken, dass 80 Prozent der Ertrunkenen Männer sind. Viele Männer arbeiten am oder auf dem Meer. Das kann einer der Gründe für die hohe Zahl an Männern sein“, erklärt Højer. Männer seien ihm zufolge aber auch risikobereiter. „Unsere Lebensretter erleben an den Stränden des Öfteren, dass Männer zu einer Boje hinausschwimmen wollen, um dann zu wenden. Bei der Ankunft haben sie dann keine Kräfte mehr und bekommen Probleme“, sagt der Programmchef.

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