Deutsch-Dänische Lehrerkonferenz

Von den Nachbarn lernen

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Kerrin Jens
Kerrin Jens Hauptredaktion
​​​​​​​Apenrade/Aabenraa
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Alexandra Piel (links) spricht bei der Lehrerkonferenz über Nachbarkultur im Klassenraum und Spielen im Sprachunterricht. Foto: Karin Riggelsen

In der Højskole Østersøen fand zum 17. Mal eine deutsch-dänische Lehrerkonferenz statt. Der Fokus lag auf der Vermittlung der Nachbarsprache.

Knapp 100 deutsche Dänischlehrer und dänische Deutschlehrer versammelten sich am Donnerstag auf Einladung der Region Sønderjylland-Schleswig in Apenrade, um sich bei der Konferenz untereinander auszutauschen und neue Impulse zu bekommen. Der diesjährige Konferenzschwerpunkt liegt auf dem Bildungsaspekt im Nachbarschaftsunterricht. Es ging dabei darum, was Schüler über andere Kulturen und nicht zuletzt über sich selbst lernen können, wenn sie eine andere Sprache sprechen.

Herausforderung digitale Zukunft

Zu Beginn der Veranstaltung beschäftige sich Frank Haß in seinem Vortrag mit den Potenzialen im digitalen Sprachunterricht. Medien können dafür genutzt werden, das selbstständige, kritische und kreative Denken der jungen Menschen zu unterstützen. Der vortragende Englischlehrer aus Sachsen machte darauf aufmerksam, dass die digitale Zukunft auch viele Gefahren mit sich bringe, wie Mangel an eigenen Erfahrungen, Verlust menschlicher Beziehungen und Einschränkung der Privatsphäre. Sein Vorschlag für diese Probleme ist Bildung. Es sei wichtig, den Schülern Kompetenzen beizubringen, mit der digitalen Welt umzugehen.

Für meine Schüler ist es ein weiter Weg, die Fremdsprachenkompetenzen in Englisch zu nutzen. In der deutsch-dänischen Grenzregion ist das einfacher für Ihre Schüler.

Frank Haß

Auch im Fremdsprachenunterricht können mithilfe von Medien Kompetenzen vermittelt werden, die der Schüler in unterschiedlichen Situationen nutzen kann. „Für meine Schüler ist es ein weiter Weg, die Fremdsprachenkompetenzen in Englisch zu nutzen. In der deutsch-dänischen Grenzregion ist das einfacher für Ihre Schüler“, sagte Frank Haß zu den anwesenden Deutsch- und Dänischlehrern.

Adeline Raahauge Muntenjon vom UC Syd, sagte nach dem Vortrag von Frank Haß, dass es wichtig sei, die eigene Kultur und die andere Kultur zu kennen, um sich auszutauschen. „Deutsche und Dänen können sich auch auf Englisch unterhalten, dann kommt aber noch eine dritte Kultur hinzu, in der keiner der Beteiligten zu Hause ist“, so die Mitorganisatorin der Veranstaltung. Besonders im Fremdsprachenunterricht sei darauf zu achten, dass aus Kommunikation Begegnungen werden.

Veränderungsbereitschaft

Karin Warm von der Deutschen Nachschule Tingleff nimmt viele Impulse von der Lehrerkonferenz mit in ihren eigenen Unterricht. Sie hebt hervor, dass auch Lehrer bereit sein sollten, ihre Unterrichtsmethoden zu verändern und auf die Schüler einzugehen. Die Abteilungsleiterin für Deutsch als Fremdsprache ist bereits zum 10. Mal bei der Lehrerkonferenz und nutzt die Veranstaltung, um sich mit Kollegen auszutauschen.

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