Coronavirus

Dänemark hat bei den Impfungen die Nase vorn

Dänemark hat bei den Impfungen die Nase vorn

Dänemark hat bei den Impfungen die Nase vorn

Kopenhagen/Berlin
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Am Freitag waren sämtliche Bewohner von Pflegeheimen geimpft worden. Foto: Bovrup Plejehjem

In Dänemark laufen die Impfungen dreimal schneller als in Deutschland. Am 27. Juni sollen alle geimpft sein.

Unter den EU-Ländern ist Dänemark Spitzenreiter bei den Impfungen. Am Sonnabendmorgen hat das Serum Institut registriert, dass 112.427 Personen nun geimpft worden sind. Das entspricht 1,93 Prozent der Bevölkerung.

In Deutschland waren es laut Robert Koch-Institut am Freitag 0,57 Prozent. In Dänemark lag der Anteil am Freitag bereits bei 1,75 Prozent, im Vergleich also ein dreimal so hoher Anteil.

Schleswig-Holstein liegt mit 0,82 Prozent noch verhältnismäßig gut im Rennen. Führend in Deutschland ist Mecklenburg-Vorpommern mit 1,50 Prozent.

Sämtliche EU-Länder haben gemeinsam Impfstoffe geordert. Diese werden dann entsprechend zur Bevölkerungszahl verteilt. Dänemark wie Deutschland erleben daher derzeit dieselben Probleme mit einer ausreichenden Versorgung an Impfstoffen.

Mehr Dosen als erwartet

Eine der Erklärungen, weshalb es in Dänemark dennoch schneller geht, ist, dass man aus jeder Ampulle mehr als die angegebenen fünf Dosen herausholt. Am Sonnabend waren im Verhältnis zu den offiziell empfangenen Dosen 120 Prozent verimpft worden.

Am Freitag meldeten die Gesundheitsbehörden, dass sie erwarten das sie spätestens am 27. Juni alle Personen, die es wünschen, zweimal geimpft haben. Sämtliche Bewohner von Seniorenheimen haben nun ihre erste Impfung erhalten.

Für die kommende Woche erhält weitere 58.500 Dosen des Biontech/Pfizer-Impfstoffs. Erstmalig kommt auch der Impfstoff von Moderna. Hier sind es 5.000 Dosen.

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